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Grippe überstanden: Für einige Tage Schonung ratsam

Marburg (dpa) - Wer eine Grippe überstanden hat, sollte sich in den darauf folgenden Tagen schonen. Der Körper sei durch den Kampf mit dem Influenza-Virus dann noch geschwächt und anfällig für Folgeerkrankungen, sagte Helmut Uphoff von der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) in Marburg am Mittwoch in einem dpa/gms-Gespräch. Vor allem körperliche Belastungen sollten vermieden werden. «Das Virus kann die Schleimhäute zerstören», warnte Uphoff - andere Erreger könnten sich daher leicht im Körper einnisten. Der AGI zufolge steht die winterliche Grippewelle momentan kurz vor ihrem Höhepunkt. Ist die Grippe einmal ausgebrochen, lasse sie sich im Frühstadium noch mit antiviralen Medikamenten behandeln, so der Experte. «Dann muss man allerdings rechtzeitig zum Arzt gehen.» In der Regel sei eine antivirale Behandlung jedoch nur bei einem ansonsten labilen Gesundheitszustand notwendig. Patienten reagierten höchst verschieden auf eine Grippe: Während sie bei manchen nur zwei bis drei Tage dauert und sich wie eine gewöhnliche Erkältung äußert, verursache sie bei anderen hohes Fieber. Dann sei in jedem Fall Bettruhe geboten. Folgeerkrankungen der Grippe wie eine Nebenhöhlenentzündung bei Erwachsenen oder eine Mittelohrentzündung bei Kindern sollten mit Antibiotika behandelt werden, so Uphoff. Werden sie verschleppt, könnten sie gefährliche Erkrankungen wie zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung nach sich ziehen. Eine Grippeimpfung dagegen sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr sinnvoll, sagte Uphoff: «Ein Impfschutz ist erst nach zwei bis drei Wochen aufgebaut.» Der Höhepunkt der gegenwärtigen Grippeepidemie in Deutschland werde dann jedoch bereits überschritten sein.
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Lachen ist gesund: Auch Vorfreude gut fürs Immunsystem

Schon die Vorfreude auf ein lustiges Ereignis, und die Erwartung, dass es etwas zu Lachen geben wird, stärkt das Immunsystem. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Studie an der University of California. Die Forscher fanden heraus, dass die Lektüre einer Fernsehzeitung mit Comedy-Inhalten bereits zwei Tage vor der eigentlichen Sendung Wut, Depression, Erschöpftheit und Spannungen abbaut. Die Probanden zeigten einen wesentlich verringerten Spiegel an Stresshormonen. Dies erhöht in der Folge die Immunabwehr. (bs)
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Bewegungsmangel und falsche Ernährung: Milliardenschäden

Berlin (dpa) - Bewegungsmangel und falsche Ernährung verursachen nach Einschätzung von Experten Milliardenschäden in Berlin. Der Arbeitsausfall und die Krankenkassen-Kosten summierten sich auf mehrere Milliarden Mark im Jahr, sagte die Weltpräsidentin der Sportwissenschaften, Gudrun Doll-Tepper, dem "Berliner Kurier am Sonntag". "Die deutsche Hauptstadt mit ihren Stressfaktoren wie Verkehr, schlechte Luft und den sozialen Problemen liegt bundesweit mit an der Spitze." Der Sprecher der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Thorsten Elsholtz, sagte dem Blatt: "Ein Drittel aller Arbeitsausfälle sind auf Falschernährung und Bewegungsmängel zurückzuführen. Das belastet die Berliner Unternehmen jährlich mit 925 Millionen Mark." (473 Mrd Euro) (bs)

 


Bauchspeicheldrüsenkrebs: Oft falsch behandelt

München (dpa) - Bauchspeicheldrüsenkrebs wird Experten zufolge häufig zu spät erkannt und falsch behandelt. Meist entschieden sich die Ärzte für radikale chirurgische Eingriffe, kritisierten Spezialisten auf einer Informationsveranstaltung am Samstag in München. Notwendig sei aber die Kombination eines sanften chirurgischen Eingriffs mit Medikamenten und Strahlenbehandlung. Pro Jahr erkrankten in Deutschland rund 10 000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, sagte Dieter Prey von der Selbsthilfegruppe "Arbeitskreis der Pankreatektomierten". Der Arbeitskreis bietet unter der Telefonnummer 02133/42329 Betroffenen Hilfe und Information an. Deutschlandweit gibt es rund 30 spezielle Beratungsstellen für Bauchspeicheldrüsenkrebs. (bs)
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Patientenbefragung: Besonderes Vertrauen in den Hausarzt

Düsseldorf (dpa) - Der Hausarzt genießt bei seinen Patienten deutlich mehr Vertrauen als jeder andere Mediziner. 90 Prozent aller Erkrankten verlassen sich auf die Diagnose des ihnen vertrauten Arztes. Anderen trauen nur rund drei viertel der Patienten über den Weg. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 1000 Bundesbürgern, die ein Meinungsforschungsinstitut (INRA/Mölln) am Samstag auf der Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf vorgestellt hat. 60 Prozent der Befragten würden neben der Diagnose ihres Hausarztes jedoch gern noch eine zweite Arztmeinung einholen. "Frauen, die obere Bildungsgruppe und Westdeutsche wünschen sich etwas häufiger eine zweite Diagnose", ermittelten die Meinungsforscher. Die Patienten forderten zunehmend ausführlichere Informationen zu ihren Beschwerden, Behandlungsmöglichkeiten und Medikamenten. Besonders "folgsam" seien ältere Patienten ab 55 Jahren bei den Therapie-Hinweisen ihrer Ärzte: Sie folgen den Empfehlungen zu 93 Prozent, während sich nur 88 Prozent der jüngeren Patienten unter 35 Jahren danach richten. Die verordneten Medikamente werden von 80 Prozent aller Patienten regelmäßig eingenommen, 14 Prozent nehmen sie unregelmäßig. Jedem 25. Kranken sind die Verschreibungen des Doktors ganz egal: Sie nehmen das verordnete Medikament überhaupt nicht ein. (bs)

 


Bei Schnupfen, Husten, Heiserkeit: abwarten und Tee trinken

München (dpa) - Schnupfen und Husten sind unangenehme Gefährten der kalten Jahreszeit - meist nicht wirklich gefährlich, aber lästig. Mit Medikamenten ist der Ursache einer Triefnase leider nicht beizukommen. "Man kann nur versuchen, die zwei Wochen so angenehm wie möglich zu gestalten", bedauert Mediziner Peter Lau, der eine Praxis für Allgemeinmedizin in Niederkassel (Nordrhein-Westfalen) betreibt. Die Symptome ließen sich aber lindern. Gerade abends, wenn die Nase besonders verstopft ist und der Husten gar nicht mehr aufhören will, helfen Inhalationen. Sie machen die Atemwege frei. So findet man in der Nacht Ruhe und Erholung. Ätherische Öle und Kamillelösungen sind für das Inhalieren altbewährte Hausmittel. "Beide trocknen aber die Schleimhäute aus", warnt Kim Caroline Schmitz, zweite Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Hals-Nasen-Ohrenärzte und Fachärztin in München. Diese Nebenwirkung habe Salbei nicht. Salbei sei daher in jeder Anwendungsform zu empfehlen - ob als Inhalation, Tee oder Bonbon. Wer Nasenspülungen mit Kochsalzlösung vornimmt, kann auf die Sprays oft sogar ganz verzichten. Sie befreien ohne Nebenwirkungen Nase und Verbindungswege zu den Nebenhöhlen. Außerdem können sie bequem zu Hause angesetzt werden. Dafür wird auf einen halben Liter lauwarmes Wasser ein Teelöffel Salz genommen. Die Flüssigkeit wird in die hohle Hand geschöpft und durch die Nase in den Mund gespült. "Das ist zwar anfangs unangenehm, hilft aber sehr gut", sagt Medizinerin Schmitz. In Apotheken sind fertige Salzlösungen samt hilfreicher Nasenduschen als so genannte Emser Sole erhältlich. Um die Atemwege über Nacht freizuhalten, ist es auch sinnvoll, die Brust vor dem Zubettgehen mit Eukalyptus-Salben einzureiben. Ebenso wird empfohlen, viel zu trinken. Mindestens drei bis vier Liter sollen Patienten bei Husten und Schnupfen zu sich nehmen. Antibiotika sollten ohne Anraten des Arztes keinesfalls eingesetzt werden. Die eigenmächtige Einnahme könne sogar zur Bildung von Resistenzen führen, der Körper reagiert möglicherweise beim nächsten Einsatz des Mittels nicht mehr auf das Medikament. "Antibiotika gehören gar nicht in die Hausapotheke", fordert Lau daher. Aber auch Erkältungen werden zu oft auf die leichte Schulter genommen, hat Medizinerin Schmitz beobachtet. Wenn Kopfschmerzen über mehrere Tage hinweg nicht mit Schmerztabletten zu bekämpfen seien und Fieber oder gefärbter Auswurf zu Husten und Schnupfen hinzukämen, liege wahrscheinlich eine behandlungsbedürftige Infektion vor, so die Ärztin. (ths)
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Unbewusst: Frauen verführen fremde Männer


Schlaganfall: Langschläfer haben erhöhtes Risiko


Zeugungsunfähigkeit: Männer leiden unter "Erfolgsdruck"

Gießen (dpa) - Stress kann nach Darstellung des Gießener Psychosomatik-Professors Manfred Beutel die Zeugungsfähigkeit von Männern vermindern. Zu Beginn der Behandlung von kinderlosen Paaren nehme die Sperma-Qualität oft ab, weil sich die Männer unter einen enormen "Erfolgsdruck" setzten, sagte Beutel in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Gießen vor einer am Samstag beginnenden Tagung über Unfruchtbarkeit bei Männern. "Schließlich wird Zeugungsfähigkeit immer noch mit Potenz und Zeugungsunfähigkeit mit Impotenz gleichgesetzt." Bei unfruchtbaren Männern seien Menge, Gestalt und Beweglichkeit der Spermien verändert, berichtete Beutel. Keine Kinder zeugen zu können, ist nach Ansicht des Psychotherapie-Forschers eine große psychische Belastung. "Die Betroffenen erleben es als Kränkung, kein vollwertiger Mann zu sein." Eine Psychotherapie könne helfen, diese Stress-Situation besser zu bewältigen. "Aber für Männer ist eine Therapie überhaupt nicht vorstellbar", sagte der 45-Jährige. Auch wenn die Behandlung der Kinderlosigkeit schief gehe, versuchten die meisten Männer, stark zu wirken und nicht über ihre "Versagensängste" zu reden. Frauen dagegen zeigten offen ihre Trauer über die ungewollte Kinderlosigkeit und nähmen ganz selbstverständlich therapeutische Hilfe in Anspruch. Das habe eine Befragung von 300 Paaren ergeben, die sich ein Kind wünschten und bereits verschiedene reproduktionsmedizinische Behandlungen hinter sich hatten. Bei der Untersuchung von kinderlosen Paaren seien Männer bisher vernachlässigt worden, kritisierte Beutel. "Rein landläufig wird Unfruchtbarkeit als Frauenproblem gesehen, Männer waren oft nur zur Sperma-Abgabe erforderlich." In knapp 50 Prozent der Fälle liege die Ursache aber beim Mann. Seit etwa fünf Jahren werde daher intensiver über Ursachen und Therapie bei unfruchtbaren Männern geforscht. (hk)

Schlappe Männer: Das Essen, nicht das Alter ist schuld

Hamburg (dpa) - Körperliche Schwäche bei älteren Männer liegt oft an falscher Ernährung und Faulheit. Wie die in Hamburg erscheinende Zeitschrift "Men's Health Best Life" (Ausgabe 1/2002) unter Berufung auf eine Studie der Universität von Texas (USA) berichtet, könnten ältere Männer prinzipiell ebenso fit sein wie jüngere. Denn entgegen bisheriger Annahmen sei kein altersbedingter Defekt der Muskelzellen für die Körperschwäche verantwortlich. Vielmehr sei der Umsatz an Eiweiß, dem "Baustein" der Muskeln, bei jungen und älteren Männern gleich, so die Zeitschrift. (ol)
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London (dpa) - Frauen verführen fremde Männer in den ersten Minuten ihres Treffens - auch unbewusst. Nach einer österreichischen Studie geschieht dies selbst dann, wenn die Frau den Gesprächspartner unattraktiv findet. Nur wenn der Mann zu viel rede, reagiere die Frau sofort ablehnend, berichtet die britische Fachzeitschrift "New Scientist" (Nr. 2278, S. 16) in ihrer kommenden Ausgabe. Der Völkerkundler Karl Grammer und seine Kollegen hatten das Verhalten von 45 jungen Paaren untersucht, die sich zuvor nicht gekannt hatten. "Frauen plaudern freudig drauf los, senden eindeutige sexuelle Signale und fordern die männliche Aufmerksamkeit, sogar wenn sie absolut kein Interesse an ihm haben", fanden die Forscher vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtethologie in Wien heraus. Ein solches Verhalten gebe der Frau Zeit, den Mann einzuschätzen. Ihre wahren Gefühle offenbare sie erst später. Frauen kontrollieren zudem möglicherweise ebenfalls unbewusst die Gesprächssituation: So hätten weibliche Testpersonen mit Nicken den Mann aufgefordert weiterzusprechen. "Man kann das männliche Verhalten durch das weibliche Verhalten vorhersagen, aber andersherum geht es nicht", sagte Grammer. Die Wissenschaftler hatten drei Aspekte der Begegnung analysiert. Die Freiwilligen sollten die Attraktivität des Gesprächspartners einschätzen und sagen, ob sie mit ihm ausgehen würden, wenn dieser sie einlade. Auf Videoaufnahmen der Treffen suchten die Forscher nach eindeutigen "Werbesignalen" wie die Kleidung zurecht streichen oder mit den Fingern durch die Haare fahren. Schließlich registrierten sie, wie oft die Paare miteinander sprachen. (im)


Fort Lauderdale/Buffalo (netdoktor.de) – Schlafmützen und Tagträumer haben ein erhöhtes Risiko frühzeitig einen Schlaganfall zu bekommen. Das berichten US-Forscher auf der 26. Internationalen Fachkonferenz der American Stroke Association in Fort Lauderdale. Wissenschaftler der University of New York untersuchten den Einfluss von Schnarchen, Schlafdauer und Tagesmüdigkeit auf das Schlaganfallrisiko bei knapp 1400 Erwachsenen. Sechs Prozent davon hatten bereits einen Schlaganfall hinter sich, bei sieben Prozent war die Halsschlagader verengt. Wer regelmäßig acht oder mehr Stunden pro Nacht schlief, hatte ein höheres Schlaganfallrisiko als diejenigen, die nur zwischen sechs und acht Stunden in den Kissen lagen. Starkes Schnarchen und Tagesmüdigkeit erhöhten ebenfalls das Risiko, so Studienautor Adnan I. Quereshi. Deshalb empfiehlt er: "Menschen, die extrem schnarchen oder Probleme haben, tagsüber wach zu bleiben, sollten einen Arzt aufsuchen". In Deutschland leidet fast jeder zweite unter Schlafstörungen.
Nach einer Studie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München und der Technischen Universität (TU) Dresden hat fast jeder zweite Deutsche Schlafstörungen. 15 Prozent leiden unter Tages-Schläfrigkeit, acht Prozent an Schlafattacken und sieben Prozent schnarchen oder haben nächtliche Atemstillstände. (ee)

Wissenschaftler: Pflanzenkost schützt vor Krebs



Frankfurt/Main (dpa) - Obst und Gemüse vermindern das Risiko für fast alle Krebsarten - sogar für solche, die nicht als ernährungsbedingt gelten wie Lungenkrebs. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem aktuellen Ernährungsbericht, für den epidemiologische Studien wissenschaftlich ausgewertet wurden. An der schützenden Wirkung seien viele Stoffe beteiligt, darunter die Vitamine E und C, Spurenelemente und Ballaststoffe, teilte die DGE am Donnerstag in Frankfurt mit. Die Erforschung ihrer Anti-Krebs-Wirkung stehe noch am Anfang. Sehr wahrscheinlich seien nicht einzelne Faktoren, sondern das Zusammenspiel verschiedener Faktoren entscheidend. Ernährungsgewohnheiten seien beispielsweise maßgeblich für die Entstehung von Dickdarmkrebs verantwortlich, eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Wer fettarm und viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Fisch esse, könne das Erkrankungsrisiko mindern. Gut sei auch Sport. Sowohl roh als auch gekocht habe Gemüse von allen Lebensmitteln die beste Schutzwirkung, berichtete die DGE. Welche Gemüseart besonders gut Dickdarmkrebs vorbeugt, sei nicht genau geklärt - bisher sei die beste Wirkung für Tomaten und Hülsenfrüchten ermittelt. Zu viel Fett im Essen, vor allem in Fleisch und Wurst, fördere dagegen möglicherweise die Entstehung von Dickdarmkrebs. Auch bei Magen- und Brustkrebs fanden die Wissenschaftler eine vorbeugende Wirkung pflanzlicher Kost. (im)

Krebs: Bayer will neuen Wirkstoff testen

Leverkusen (dpa) - Die Bayer AG will noch in diesem Jahr einen neuen Wirkstoff gegen Krebs testen. Mit Hilfe der Genforschung sei eine Substanz entdeckt worden, die auf ein an der Krebsentstehung beteiligtes Zielprotein in menschlichen Zellen einwirke, teilte der Leverkusener Pharmakonzern am Mittwoch mit. In verschiedenen Krebsmodellen am Tier habe die Substanz «hervorragende Wirkung» gezeigt. Die klinischen Studien am Menschen sollen so bald wie möglich im Jahr 2001 beginnen. Die Vorarbeit hat das auf Genforschung spezialisierte US-Unternehmen Millennium Pharmaceuticals (US- Bundesstaat Massachusetts) geleistet, dessen Forscher das krankheitsauslösende Gen identifizierten. (od)

Studie: Hormon verlangsamt Knochenabbau beim Mann

Jena/Marburg (dpa) - Alternde Männer ab 50 Jahren können ihren Knochenabbau mit dem Hormon Testosteron verlangsamen. Das belegt die Studie einer Arbeitsgruppe der Mayo-Clinic in Rochester/USA unter der Leitung des Marburger Wissenschaftlers Lorenz Hofbauer, berichtete die Firma Jenapharm GmbH & Co. KG am Mittwoch in Jena. Jeder achte Mann über 50 müsse wegen der Krankheit bis zu seinem Tod mit einem Knochenbruch rechnen. Die Studie der Wissenschaftler untersucht die Rolle des Proteins Interleukin auf den Knochenstoffwechsel und welche Auswirkungen die Gabe von Androgenen darauf hat. Durch den Einfluss der Hormone Testosteron und Dehydrotestosteron konnte die Aktivität von Interleukin und damit der Knochenabbau vermindert werden. (od)

Alte Apfelsorten besonders gesund

Jena (netdoktor.de) - Apfelsaft schmeckt nicht nur gut, sondern fördert auch die Gesundheit. Gerade wenn der Saft aus alten Apfelkultursorten wie Brettacher Sämling, Kaiser-Wilhelm-Apfel oder Rheinischem Bohnapfel stammt, ist er besonders reich an krankheitsvorbeugenden Wirkstoffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern aus Jena und Geisenheim, die im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) in Köln durchgeführt wurde. Es handelt sich dabei um Inhaltsstoffe, die das körpereigene Schutzsystem bei der Regulierung der Sauerstoffversorgung in den Zellen unterstützen. Der menschliche Organismus kann diese so genannten Polyphenole aus Fruchtsäften sogar besser aufnehmen als aus pflanzlichen Geweben. Damit die schützenden Inhaltsstoffe weitgehend erhalten bleiben, empfehlen die Forscher besonders schonende Verfahren zur Obstverarbeitung. Wer regelmäßig Obst und Gemüse verzehrt, kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsformen deutlich verringern. Nach Schätzungen des Bundesernährungsministeriums hat jeder Bundesbürger zwischen März 1999 und Frühjahr 2000 fast hundert Kilogramm Obst verzehrt. (ee)

Schmidt und Künast: Neue Bundesministerinnen für Gesundheit und Landwirtschaft

Bonn/Hamburg (dpa) - Die neue Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat ihr Amt ohne zu zögern angenommen. «Ich habe Ja gesagt, da ich immer bereit war, eine neue Aufgabe zu übernehmen», sagte Schmidt am Mittwoch vor Journalisten in Bonn. Zu inhaltlichen Fragen der künftigen Gesundheitspolitik wolle sie sich noch nicht näher äußern, sagte Schmidt. Wichtig für sie sei aber, dass eine patientengerechte Versorgung sichergestellt werden müsse, die bezahlbar bleibe. Dafür müssten Konzepte entwickelt werden. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe ihr keine Vorgaben für ihre Politik gemacht. Sie habe mit ihrer Amtsvorgängerin Andrea Fischer (Grüne) bereits freundschaftlich gesprochen. Bis zu ihrer Amtsübernahme in der nächsten Woche werde Fischer die Geschäfte weiterführen. Ein ausführliches Gespräch mit Fischer werde es in der nächsten Woche geben. In Fragen des Verbraucherschutzes werde es eine enge Zusammenarbeit mit der neuen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) geben, sagte Schmidt. Die Hamburger Grünen begrüßten die Ernennung von Künast. Als «Anwältin der Verbraucherinnen wird sie dafür Sorge tragen, bei den Menschen in unserem Land Vertrauen in eine neue, ökologisch orientierte Landwirtschaft zu schaffen», erklärten Landesvorstandssprecher Antje Radcke und Kurt Edler am Mittwoch. (od)


Kalzium und Bewegung gegen Knochenschwund :
Wer Osteoporose - dem Knochenschwund - vorbeugen will, sollte täglich 45 Minuten Sport treiben und viel kalziumhaltige Nahrung zu sich nehmen. Darauf weist die in München erscheinende Zeitung Ärztliche Praxis hin. Um den Bewegungsbedarf zu decken, eignen sich demnach Sportarten wie Jogging, Walking, Wandern und Tanzen sowie ausdauerndes Spazierengehen. Kinder ab einem Jahr sollten laut der Zeitung täglich mindestens 800 Milligramm (mg) Kalzium zu sich nehmen, Jugendliche 1 200 mg, Erwachsene zwischen 25 und 65 Jahren 1 000 mg. Männer und Frauen über 65 Jahre benötigen mindestens 1 500 mg Kalzium pro Tag. Kalzium ist vor allem in Milch und Milchprodukten sowie in Grünkohl, Brokkoli, Fenchel und Lauch enthalten. Einige Mineralwasser enthalten bis zu 500 mg Kalzium pro Liter. Es wird empfohlen etwa zwei Portionen Fisch pro Woche zu essen. (dpa, 19.10.2000)ee Studie:

Karotten können Lungenkrebsrisiko verringern :
Der Genuss von Gemüse, das reich an so genannten Karotinoiden ist, kann das Risiko senken, an Lungenkrebs zu erkranken. Das berichtet die in München erscheinende Fachzeitung Ärztliche Praxis unter Berufung auf Untersuchungen von Ernährungswissenschaftlern an der Harvard University in Boston. Demnach können vor allem das besonders stark in Karotten enthaltene alpha-Karotin sowie das in Tomaten vorkommende Lycopin das Lungenkrebs-Risiko senken. Bei Nichtrauchern zeigte laut Ärztliche Praxis alpha-Karotin den stärksten Effekt. Die Teilnehmer der Untersuchung mit dem höchsten Konsum hatten gegenüber denen mit dem geringsten Konsum ihr Lungenkrebs-Risiko um 63 Prozent reduziert. Bei Rauchern zeigt dagegen vor allem Lycopin Wirkung, da es im Gegensatz zu den meisten anderen Karotinoiden durch das Rauchen nicht verändert wird. Nicht zu helfen scheinen Rauchern dagegen die übrigen Karotinoide. Am wirksamsten ist dem Bericht zufolge insgesamt jedoch ein Cocktail jener Substanzen, die in Obst und Gemüse enthalten sind. Abgesehen davon ist die beste Vorsorge, die ein Raucher betreiben kann, der Verzicht auf das Rauchen - mehr als 90 Prozent der entsprechenden Tumore werden durch das Rauchen verursacht. (dpa, 19.10.2000)ee

Getestet:
Die in Apotheken angebotenen Sprays und Lutschtabletten gegen Halsschmerzen sind unwirksam - und schaden manchmal sogar. Das berichtet die Zeitschrift Öko-Test (Ausgabe 11/2000). Die Zeitschrift hat insgesamt 17 dieser Mittel von einem Arznei-Mittel-Experten begutachten lassen. Demnach ist keines der Präparate empfehlenswert. Außerdem gebe es auch keine medizinische Studie, die die Wirksamkeit der Mittel überzeugend belege. Ein Grund ist Öko-Test zufolge, dass rund 90 Prozent aller Erkältungen durch Viren verursacht werden, gegen die Halsschmerzmittel weitgehend wirkungslos bleiben. Zum anderen wirken die Medikamente nur auf der Oberfläche der Schleimhäute, die Entzündungen spielen sich jedoch in den tieferen Schichten ab. Um die Beschwerden zu lindern, würden Hausmittel wie Salbeitee ausreichen. Auch eine Portion Eis wirke kühlend und betäubend auf die Schleimhäute. (Bild, S.1, 24.10.2000)

Touristenklassensyndrom:
Nach einem Langstreckenflug ist eine Britin an einer Thrombose gestorben. Während des 20 Stunden dauernden Fluges von Sydney nach London saß die 28-Jährige in der engen Touristenklasse. Dabei bildete sich nach Aussage von Ärzten ein Blutgerinsel. Die Frau, die von Freunden als fit, aktiv und Nichtraucherin beschrieben wird, brach kurz nach der Landung auf dem Londoner Flughafen Heathrow zusammen und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus an den Folgen einer Thrombose. Das Institut für Fluggesundheit bestätigte, es handele sich um eine typische Thrombose, die als „Touristenklassensyndrom“ bekannt sei: Durch die Bewegungslosigkeit bilde sich ein Blutgerinsel, das zum Tode führen könne. (Süddeutsche Zeitung, S. 16, 24.10.2000)ol

Magenbakterium kann Ursache für plötzlichen Kindstod sein:
Ein weit verbreitetes Magenbakterium kann einer neuen Studie zufolge das Risiko für plötzlichen Kindstod erhöhen. Das Bakterium könne durch den Speichel der Eltern übertragen werden, vermuten Forscher um Jonathan Kerr von der Klinik «Royal Infirmary» in Manchester. Diese Theorie müsse aber noch überprüft werden, betonten sie in einem Bericht der «Times» vom Dienstag. Spuren der Bakterie Helicobacter pylori haben die Forscher in 28 von 32 untersuchten Babys nachgewiesen, die den plötzlichen Kindstod gestorben waren. Das sind 88 Prozent. Die durchschnittliche Infektionsrate bei Babys in westlichen Ländern liege bei nur zwei Prozent. Falls die Speichel-Hypothese stimmt, gehören zu den Risikofaktoren nach Angaben der Forscher Küssen und das Ablecken von Schnullern oder Saugverschlüssen, nachdem diese zum Beispiel auf den Boden gefallen seien. Eltern sollten auch besser kein Spielzeug der Kinder in den Mund nehmen, warnte das Team. Um Kinder vor einer Infizierung zu schützen, empfahl Kerr den Eltern gründliches Händewaschen und Stillen anstatt Milch aus der Flasche. Muttermilch könne vor Infektionen schützen. Helicobacter pylori kommt bei mehr als der Hälfte aller Erwachsenen, aber selten bei Babys vor. Der Erreger wurde bisher vor allem mit Magengeschwüren, Magenkrebs und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Joyce Epstein, Direktorin der britischen Stiftung zum Studium des Kindstods, sagte: «Das sind interessante Ergebnisse, die dabei helfen könnten, zu erklären, warum zu starkes Zudecken, Schlafen auf dem Bauch und geringfügige Infektionen zu Problemen führen können. In dieser Phase ist es allerdings erst eine Hypothese.» Nach Auskunft von Kerr ist es noch unklar, welchen Prozess die Bakterie bei Babys auslöse. Die wahrscheinlichste Erklärung sei jedoch, dass das Kind dadurch brechen müsse, das Erbrochene einatme und sich dadurch vergifte. Diese Theorie lasse sich nahtlos mit anderen Erkenntnissen verknüpfen: Danach ist eine Bauchlage des Kindes beim Schlafen einer der größten Risikofaktoren. Kerr erklärt dies damit, dass ein auf dem Bauch liegendes Kind eher Erbrochenes einatmet als ein Kind, das auf dem Rücken schläft. Die Studie ist im Fachjournal «Archives of Disease in Childhood» (Bd. 83, S. 429) veröffentlicht. (dpa, 24.10.2000)ee

Allergiker-Staubsauger sind nicht immer «sauber»:
Auch Staubsauger, die ausdrücklich für Allergiker empfohlen werden, eignen sich nicht immer für empfindliche Menschen. Einige der Geräte pusten so viele Keime und Allergien auslösende Stoffe in die Luft, dass sie für Allergiker bedenklich sind. Das berichtet die in Frankfurt erscheinende Zeitschrift «Öko-Test» (November-Ausgabe) nach einem Test entsprechender Geräte von den meist verkauften Marken. Geprüft wurden die Staubsauger dabei über einen Zeitraum von mehreren Monaten unter anderem auf Saugleistung, Staub-, Allergen- und Keim-Emissionen. «Öko-Test» zufolge bekamen zwei Geräte der Hersteller Dyson und EIO die Bewertung «nicht empfehlenswert» und müssen als für Allergiker bedenklich gelten. Als «empfehlenswert» wurden die getesteten Geräte der Marken Miele, Siemens und Vorwerk bewertet. (dpa, 25.10.2000)im

Warnung vor antibakteriellen Putzmitteln:
Antibakterielle Putzmittel können der Gesundheit schaden, außerdem beseitigen sie nicht mehr Keime als die herkömmlichen Putzmittel. Das berichtet die in Frankfurt erscheinende Zeitschrift «Öko-Test» (November-Ausgabe) nach einem Test von 15 derartigen Putz- und Reinigungsmitteln. Dabei wurden die Mittel praktisch getestet und auch einer Schadstoffprüfung unterzogen. Unter anderem wurden laut «Öko-Test» in zwei Produkten stark hautreizende Desinfektionsmittel entdeckt - wenn Klinikpersonal damit arbeitet, sind Schutzhandschuhe Vorschrift. Andere Mittel enthielten Allergie auslösende Zutaten. Grundsätzlich abzulehnen sind die antibakteriellen Putz- und Reinigungsmittel zudem, weil sie nützliche Bakterien der Hautflora schädigen und damit Krankheitserregern den Weg bahnen können. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz warne ebenfalls vor derartigen Produkten. In der Regel sind Keime im Haushalt den Angaben zufolge harmlos – normale Reinigungsmittel reichten daher völlig. (dpa, 25.10.2000)im

Weizenkeime bieten zusätzliche Vitamine:
Gerade im Winter sind Keimlinge eine sinnvolle Ergänzung des Speiseplans. Keime enthalten viel Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Frankfurt. Zum Teil übertreffen sie darin sogar viele Gemüse- und Obstsorten. Außerdem seien sie energiearm und enthalten mehrfach ungesäuerte Fettsäuren. Zum rohen Verzehr eignen sich der DGE zufolge Keime von Weizen, Roggen und Gerste, aber auch Senf-, Sesam- und Sonnenblumenkeime. Vorsicht ist bei Erbsen, Sojabohnen und Kichererbsen geboten: Die Keime enthalten schädliche Stoffe und müssen daher blanchiert werden. Wer auf der Fensterbank noch Platz hat, könne sich die knackigen Vitaminspritzen auch selber ziehen. (dpa, 25.10.2000)im
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