Themen aus dem Bereich Kinder und Jugendliche


 

 

Meningokokken: Kinder im Frühjahr gefährdet

Marburg (dpa) - Kinder und Jugendliche sind im Frühjahr besonders gefährdet, sich eine Meningokokken-Infektion zuzuziehen. Die bakterielle Erkrankung könne zu Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung führen, so das Deutsche Grüne Kreuz (dgk) in Marburg. Anzeichen einer Meningokokken-Infektion sind hohes Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Benommenheit bis hin zu Bewusstseinsstörungen. Aber auch Lichtemfindlichkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Nackensteife sowie rot-violette Hautflecken zählen zu den Symptomen der Erkrankung. Die Krankheitskeime werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, heißt es weiter. Eine rasche ärztliche Behandlung mit Antibiotika kann die Infektionsfolgen in den meisten Fällen verhindern. Dies setzt eine frühzeitige Diagnose bei dem Erkrankten voraus. Trotz ärztlicher Behandlung sind bei jedem fünften Erkrankten Spätfolgen wie Hörverlust oder Krampfleiden zu beobachten. Schüler und Austauschstudenten, die in den Beneluxstaaten, Großbritannien und Südeuropa unterwegs sind, wird laut dgk eine Impfung nahegelegt. Für Reisende außerhalb Europas empfehlen sich spezielle Impfprogramme.
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Deutsches Grünes Kreuz: Rat zur Windpockenimpfung

Marburg (dpa) - Wer bis zu seinem zwölften Lebensjahr keine Windpocken hatte, sollte sich Experten zufolge gegen diese Kinderkrankheit impfen lassen. Auf diese Weise ließen sich bleibende Schäden vermeiden, die durch nachfolgende bakterielle Infektionen und neurologische Störungen entstehen können. Je später ein Mensch an Windpocken erkrankt, desto schwieriger sei häufig der Krankheitsverlauf, warnt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg. Risikogruppen sollten sich ebenfalls durch Impfungen schützen. Dazu gehören dem DGK zufolge Menschen mit gestörtem Immunsystem, zum Beispiel Kinder mit Leukämie. Auch Kinder mit schwerer Neurodermitis und Frauen mit Kinderwunsch sollten sich impfen lassen.

 


Kinder: Spielen gegen gestörte Konzentration

Köln (dpa) - Die Klagen sowohl von Lehrkräften als auch von Eltern über Konzentrationsstörungen bei Schulkindern haben deutlich zugenommen. Verschiedenen Studien zufolge können rund 40 Prozent der Kinder ihre Aufmerksamkeit nicht im gewünschten Maß auf vorgegebene Aufgaben richten. Allerdings weisen nur drei bis fünf Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine dauerhafte «Konzentrationsschwäche» wie etwa das so genannte Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom auf, so die Organisation Aktion Humane Schule (AHS) in Köln. Bei den meisten Kindern wird die Konzentration demzufolge durch äußere Einflüsse gestört: Dazu gehörten Bewegungsmangel, Reizüberflutung, Leistungs- und Erwartungsdruck. Besonders der Leistungsdruck habe seit Veröffentlichung der PISA-Studie vor gut einem Jahr dramatisch zugenommen, so der AHS-Vorsitzende Detlef Träbert unter Berufung auf Diskussionsveranstaltungen mit Eltern und Gespräche mit Kindergärtnerinnen. Eltern tun Träbert zufolge gut daran, als Gegenmittel ihren Kindern reichlich freie, unverplante Spiel- und Bewegungszeit zu erhalten. Beim Spielen - besonders im Freien - würden alle Sinne sowie die Körperkoordination auf natürliche Weise beansprucht. Dies verbessere auch die Konzentrationsfähigkeit. Unverplante Spielzeit ermögliche zudem Trödeln und Tagträumen, was für die Entwicklung von Kreativität und Fantasie bei Kindern unverzichtbar sei.

 


Geregelter Tag: Für Neurodermitis-Kinder besonders wichtig

München (dpa) - Für Kinder mit Neurodermitis ist ein geregelter Tagesablauf wichtig. Dazu gehört insbesondere eine gleich bleibende abendliche Schlafenszeit, rät die in München erscheinende Fachzeitung "Ärztliche Praxis". Ein verlässlicher Lebensrhythmus helfe den Kindern dabei, Nervosität abzubauen. Dies sei wichtig, weil Stress den Juckreiz bei Neurodermitis fördere. Auch bei sich selbst sollten die Eltern auf ausreichend innere Ruhe achten. Der Zeitung zufolge sind autogenes Training oder progressive Muskelentspannung gute Techniken, um stressbedingte Anspannung zu lösen. Wer diese Techniken beherrsche, könne auch sehr kleinen Kindern Ruhe vermitteln. Vom dritten Lebensjahr an können die Eltern dann mit dem Kind gemeinsam Entspannungsübungen machen. Älteren Kindern mit Neurodermitis sollten Eltern beibringen, wie sie sich nachts bei einer Juckreiz-Attacke verhalten. Ein Cremetopf und kühlende Gel-Packungen sollten in Bettnähe stehen. Vorteilhaft seien auch ein kühles Zimmer und angenehme, lockere Kleidung.
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Milch: Für Kinder lieber fettarm

Bonn (dpa) - Statt Vollmilch sollten Kinder lieber fettarme, teilentrahmte Milch trinken. Auch bei Kindern und Jugendlichen falle die Ernährung oft schon zu fett aus, warnt der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Fettarme Milch enthalte nur 1,5 Prozent anstatt der bei Vollmich üblichen 3,5 Prozent Fett. Bei Milchprodukten wie Joghurt und Quark sollten Eltern ebenfalls auf den Fettgehalt achten. Besser als zucker- und fettreiche Fertigprodukte seien eigene Mischungen. Zumindest aber sollten fertige Produkte zu gleichen Teilen mit einem fettarmen Naturjoghurt gestreckt werden. Ungeeignet für die Ernährung von Kindern ist laut aid Magermilch. Mit 0,3 Prozent Fett enthalte diese zu wenig fettlösliche Vitamine. Keine Unterschiede im Bezug auf den Nährstoffgehalt bestünden dagegen zwischen H-Milch und pasteurisierter Frischmilch. Spezielle Kleinkinder-Milch sei für eine gesunde Ernährung allerdings überflüssig. Derzeit gebe es keine Studien, die die Vorteile von Kleinkinder-Milch gegenüber herkömmlicher Milch belegten.
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Sport bei Kindern: PISA-Diskussion überdeckt Defizite

Hannover (dpa) - Die Diskussion um die Pisa-Bildungsstudie überlagert nach Ansicht niedersächsischer Sportexperten verheerende Versäumnisse beim körperlichen Training von Kindern. "Seit der Pisa- Studie wird Bildung noch kopflastiger gesehen als vorher. Die Bewegung der Kinder bleibt auf der Strecke", sagte Reinhard Rawe, Direktor des Landessportbundes Niedersachsen (LSB), in Hannover. "Schon im Grundschulalter sind erschreckend oft Defizite wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Schwäche, Rückenschmerzen oder Koordinationsprobleme festzustellen." Ursache seien drastische Unterrichtausfälle im Schulfach Sport. Nicht nur Schulbehörden, sondern auch viele Eltern seien für die Fehlentwicklung mit verantwortlich, sagte Rawe. "Die Eltern verlangen den Kindern in der ersten und zweiten Klasse schon Leistungen ab, die in Richtung Abitur weisen sollen." Dabei sei das Interesse der Kinder an Sport und Bewegung sehr ausgeprägt. "80 Prozent der Kinder wollen sich bewegen." Das zeige eine repräsentative Studie, bei der 1500 deutsche Grundschulkinder auf sportmedizinische Leistungsfähigkeit hin getestet wurden. Zehn Prozent der Kinder sind demnach übergewichtig, jedes dritte Kind leidet unter Rückenschmerzen. "Die Kinder können im Sportunterricht nicht mehr rückwärts laufen, balancieren oder auf einem Bein hüpfen", berichtete der LSB-Direktor. Die Fähigkeit, am Computer eine Maustaste zu bedienen, sei in der heutigen Bildungspolitik wichtiger als eine körperliche Ausbildung. "In den Schulen findet eine regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Fächern statt." Für den Sportunterricht seien drei Wochenstunden im Rahmenplan vorgesehen. Nur in den seltensten Fällen würden diese regulär erteilt. Lehrer mit dem Kombinationsfach Sport müssten die Sparte vernachlässigen und andere Fächer unterrichten. Sportvereine könnten die Probleme nicht auffangen, sagte Rawe. "Sie erreichen nur die sportinteressierten Kinder. Aber die 30 bis 50 Prozent, die von den Vereinen nicht erreicht werden, hätten es ja am nötigsten." Der Schulsport sei daher eine wichtige Einrichtung, um langfristigen Gesundheitsschäden der Kinder vorzubeugen. Insgesamt sollten sich Kinder im Grundschulalter mindestens drei Stunden am Tag bewegen. "Auch der normale Unterricht kann beweglicher gestaltet werden. In Mathematik könnten die Lehrer mit großen Würfeln arbeiten, die die Kinder sich durch den Raum zuwerfen." (ol)

 

Krebs bei Kindern: Heilungschancen stark verbessert

Münster (dpa) - Die Heilungschancen bei Krebserkrankungen im Kindesalter stehen nach Ansicht des Direktors der Klinik für Kinderonkologie der Uniklinik Münster, Prof. Heribert Jürgens, gut. "Während es vor rund 30 Jahren noch keine Möglichkeit gab, krebskranke Kinder zu retten, liegt die Überlebensrate heute bei etwa 75 Prozent", teilte Prof. Jürgens am Rande der 59. Wissenschaftlichen Tagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie am Sonntag in Münster mit. Von 100 000 Kindern seien etwa 14 an Krebs erkrankt. Rund 1800 der 35 000 jährlich neu Erkrankten hätten das 15. Lebensjahr noch nicht erreicht. Die häufigsten Krebsformen im Kindesalter seien akute Leukämien, Hirntumore sowie bösartige Erkrankungen der inneren Organe, die medikamentös mittels Chemotherapie, operativ oder mit Bestrahlungen behandelt werden würden. "Während vor einigen Jahren noch die Verhinderung der Teilung der Krebszelle im Vordergrund stand, widmet sich sie Grundlagenforschung zunehmend der molekularen Biologie der Tumorzelle, um so neue Aufschlüsse über Entstehung und Bekämpfung zu gewinnen", sagte Prof. Jürgens. Wegen der relativen Seltenheit von Krebserkrankungen im Kindesalter gehe der Trend zudem zu bundesweiter und zunehmend auch europäischer Zusammenarbeit der Spezialisten. Neben dem bereits existierenden Kinderkrebsregister in Mainz sei daher auch ein umfassendes Datenbanksystem in Arbeit, mit dessen Hilfe Informationen über die einzelnen Krankheitsbilder fachübergreifend ausgetauscht und so Heilungsaussichten eventuell verbessert werden könnten. (ol)

 


Kinderpsychologe: Kinder brauchen Autorität und Sicherheit

Hamburg (dpa) - Eltern sollten sich nach Ansicht von Experten wieder verstärkt auf ihre Kompetenz als Eltern besinnen und nicht nur Freunde und Trainer ihrer Kinder sein. "Kinder brauchen kein IQ- förderndes Spielzeug und Eltern, die sie ständig antreiben", sagte der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann aus Hannover in einem dpa-Gespräch in Hamburg. Vielmehr brauche der Nachwuchs Ruhe und ein Umfeld, in dem er sich sicher fühlt. In diesem Umfeld gehe es dann auch darum, den Kindern Grenzen aufzuzeigen: "Die Eltern haben das Recht und die Pflicht, streng zu sein", sagte Bergmann. Autoritäre Erziehung sei bei vielen Eltern als Ideal der fünfziger Jahre zwar tief in der Mottenkiste verschwunden. "Wir haben einen Erziehungsnotstand, denn die Eltern schaffen sich selbst ab", fasst Bergmann seine Bestandsaufnahme zusammen. Die Erziehung ohne Strafen sei eine Illusion: Eltern hätten das Recht, auch einmal in Rage zu geraten, wenn sich ihre Kinder nicht an Maßgaben halten. Die Mütter und Väter wüssten dabei am genauesten, was ihre Kinder brauchen: Sie seien die "Fachleute für ihr Kind" und sollten sich in Erziehungsfragen vorrangig auf sich selbst verlassen. Für den täglichen Umgang rät Bergmann, sich immer wieder auf einige Grundsätze zu besinnen: "Wenn man einem Kind zum Beispiel etwas sagt, muss man es direkt angucken." Eltern schauten allerdings meist überall hin, nur nicht auf ihr Gegenüber. "Und dann wundern sie sich, wenn die Kinder hyperaktiv sind und nicht still sitzen können." Aufforderungen sollten konkret geäußert statt in Bitten verpackt werden. "Und wer einem Kind etwas schon 100 Mal gesagt hat, kann sich das 101. Mal sparen." Kinder haben laut Bergmann den natürlichen Wunsch, ihre Eltern zu respektieren. "Wenn die Kinder aber hören, dass wir ihnen nichts zu sagen haben, werden sie unruhig." Die Kinder müssten an die Hand genommen werden, damit sie die Welt einordnen können. "Das geht auch, wenn der Vater nur eine Stunde am Tag Zeit für das Kind hat - die muss er aber ausschließlich dem Kind widmen." (ee)

 

Süßes für Kinder: Sparsam, aber nicht verbieten

Bonn (dpa) - Eltern sollten ihren Kindern süße und fettreiche Speisen nicht vorenthalten. Nur durch eine ausgewogene Mischung gewöhnten sich Kinder an die richtige Ernährung, rät der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Zur gesunden Kost gehörten reichlich pflanzliche Lebensmittel und Getränke. Zudem sollten Kinder Fleisch und Tierprodukte in Maßen essen. Fettreiche Gerichte und Süßigkeiten sollten sie dagegen nur sparsam zu sich nehmen. In der Kindheit würden Essgewohnheiten geprägt, die zumeist das ganze Leben beibehalten werden, warnt der aid. Daher sollten Eltern vermeiden, ihrem Kind etwa Schokolade zum Trost anzubieten oder es mit Eis zu belohnen.
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Plötzlicher Kindstod: Nitrat unter Verdacht

Uppsala - Schwedische Forscher haben nach einem Bericht der Online-Ausgabe des österreichischen "Standard" neue Belege für einen Zusammenhang von Plötzlichem Kindstod und Nitrat im Grundwasser gefunden. Demnach kann Nitrat Darmbakterien daran hindern, einen Bestandteil der Milch abzubauen, der dann langsam den Körper vergiftet. Zum Entgiften nutzt der Körper das Kohlendioxid, das normalerweise ausgeatmet wird. Die ins Stocken geratende Atmung kann zu Ohnmacht und Tod führen. Eine landesweite Studie in Schweden hat gezeigt, dass der Kindstod regional und zeitlich mit hohen Nitratgehalten korreliert. (hk)
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Lungenschäden bei Kindern: Rechtzeitige Behandlung hilft

Chicago - Auch scheinbar kerngesunde Kinder können einer US-Studie zufolge bereits messbare Lungenschäden durch Luftverschmutzung haben. Die Forscher von der Universität
von North Carolina hatten bei der Untersuchung von Kindern aus Mexiko-Stadt und einem kleinen Küstenort in den USA festgestellt, dass viele Stadtkinder trotz keinerlei spürbarer Symptome bereits erkennbare Schädigungen an den Lungenflügeln erlitten hatten. 63 Prozent der 241 untersuchten Kinder aus Mexiko-Stadt wiesen auf Röntgenbildern eine Vergrößerung der Lunge auf, bei mehr als der Hälfte wurden Hinweise auf Entzündungen gefunden. Bei einer Computertomographie der 25 auffälligsten Fälle wurde schließlich bei zehn Kindern eine Verdickung der Schleimhäute festgestellt, bei acht war Luft in der Lunge eingeschlossen, bei einem Kind wurde ein Knoten gefunden. Bei den 19 Kindern aus dem US-Städtchen wurden dagegen nur in einem Fall geringe Schädigungen entdeckt. Nach Ansicht der Wissenschaftler können sich die Lungenschäden zu schwerwiegenden Krankheiten entwickeln. Würden die Probleme allerdings rechtzeitig erkannt, könnten durchaus Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Einigen der Kinder könne bereits helfen, zu Zeiten der größten Verschmutzung im Haus zu bleiben, Vitamine einzunehmen und sich ausgewogener zu ernähren. (hk)

 


Dramatische Entwicklung: Immer mehr Kinder mit Allergien

Brüssel – In Europa leiden nach einem Bericht der "Welt" 20 Millionen Kinder an chronischen Erkrankungen wie Asthma, Ekzemen und Lebensmittelallergien. "Jedes vierte Kind ist betroffen, und die Fälle werden im kommenden Jahrzehnt dramatisch zunehmen", erklärte Professor Magnus Wickmann am Dienstag in Brüssel anlässlich einer Tagung der Europäischen Akademie von Allergologen und klinischen Immunologen. Der Forscher vom Stockholmer Karolinska-Institut hält eine Verdopplung bis Verdreifachung der Allergiefälle in den kommenden 20 Jahren für "wahrscheinlich". Der "Lebensstil" in der modernen Zivilisationsgesellschaft gilt als eine der Hauptursachen. Professor Erkka Valovirta aus Finnland verweist auf das Sick-building-Syndrom: Ein Großteil der westlichen Bevölkerung verbringe etwa 90 Prozent der Zeit in geschlossenen Räumen, wo Allergie auslösende Milben lauern. Bei rund 15 Prozent der Kleinkinder gelten Lebensmittel-Inhaltsstoffe als Hauptursache für Allergieerkrankungen. Professor Wim Stevens von der Universitätsklinik Antwerpen fordert daher eine verständlichere Kennzeichnung von Lebensmitteln in der EU. (hk)
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Qualmende Kids: Anteil bei 12- bis 14-Jährigen verdreifacht

Unterschleißheim (dpa) - Der Anteil der Raucher bei den 12- bis 14-Jährigen hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Das teilt die Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID) mit Sitz in Unterschleißheim (Bayern) mit. Sie beruft sich dabei auf eine Studie zur Jugendgesundheit des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Verbraucherschutz. Ebenfalls gestiegen sei der Anteil der Jugendlichen, die bereits vor dem 16. Lebensjahr das Rauchen begonnen haben: Waren es 1995 noch 55 Prozent, sind es im Jahr 2000 bereits zwei Drittel. Die Studie stellte auch einen Zusammenhang zwischen Schulabschluss und Rauchverhalten fest. So rauchen Hauptschüler in der Regel mehr als Gymnasiasten, Auszubildende häufiger als Studenten. (im)
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Alarmierend: Drogenkonsumenten werden immer jünger

Bielefeld (dpa) - Drogenkonsumenten werden laut einer Studie der Universität Bielefeld immer jünger. Bereits fünf Prozent der Zwölfjährigen würden regelmäßig Alkohol trinken, sieben Prozent regelmäßig Zigaretten rauchen, sagte der Jugendforscher Klaus Hurrelmann von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften am Freitag. Damit habe sich dieser Anteil in den vergangenen zehn Jahren etwa verdoppelt. Einen ähnlichen Anstieg verzeichnet Hurrelmann bei den illegalen Drogen. Für vier Prozent der 15-Jährigen gehöre der Konsum von Haschisch zum Alltag, etwa ein Prozentpunkt mehr als vor zehn Jahren. Der regelmäßige Konsum von Ecstasy sei im gleichen Zeitraum von "praktisch Null" auf vier Prozent geklettert. Laut Hurrelmann basieren die Ergebnisse der Studie auf einer repräsentativen Befragung von rund 2000 Kindern und Jugendlichen. Als Ursache für die frühen Erfahrungen mit Drogen sehen die Bielefelder Forscher vor allem ein mangelndes Selbstwertgefühl der Heranwachsenden. Der Grund für Drogenkonsum könne etwa in Konflikten mit den Eltern, schulischen Schwächen, fehlenden Kontakten zu Gleichaltrigen oder einer unklaren Zukunftsperspektive liegen, sagte Hurrelmann. Zur Vorbeugung rät der Wissenschaftler zu sachlicher Information über die Substanzen. (hk)
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Giftiges Spielzeug: Künast schlägt Alarm

Brüssel – Verbraucherschutzministerin Renate Künast hat nach einem Bericht der "Welt" nachdrücklich auf gesundheitsgefährdende Stoffe in Kinderspielzeig aufmerksam gemacht. Im einem in Brüssel bekannt gewordenen Brief an EU-Gesundheitskommissar Davis Byrne setzt sie sich für eine sogenannte Positivliste für zugelassene Stoffe etwa in Quietsche-Entchen, Malstiften und Fingerfarben ein. "Wir wollen eine wissenschaftliche Risikobewertung für chemische Stoffe in Kinderspielzeug", sagte Staatssekretär Alexander Müller beim EU-Verbraucherrat unter Hinweis auf den Brief. "Die deutschen Überwachungsbehörden stellen immer wieder gesundheitlich bedenkliche Stoffe in Spielzeug fest", heißt es in dem Schreiben Künasts. Die Risiken seien Herstellern und Händlern nicht immer bekannt, "da die spezifischen Anforderungen für die meisten in Spielzeug eingesetzten Stoffe fehlen." Darüber hinaus könnten die Behörden erst dann beanstanden und vom Markt nehmen, wenn mit akuten gesundheitlichen Schäden zu rechnen ist. Staatsekretär Müller begrüßte in Brüssel deshalb die Einigung des EU-Ministerrates, möglicherweise Krebs erregende, so genannte Azo-Farbstoffe in Textilien und Leder zu verbieten. Dieses Verbot müsse aber letztlich auch europaweit für Kinderspielzeug gelten. Auch ein geplantes EU-Verbot bestimmter gesundheitsschädigender Phtalate – chemische Weichmacher – in Spielzeug aus PVC kritisierte Müller als nicht weit genug gehend. Auf EU-Ebene ist nach seinen Angaben ein solches Verbot für Beißringe und ähnliches Spielzeug vorgesehen, das Kinder unter drei Jahren in den Mund nehmen können. Spielzeug allerdings, das – wie etwa Quietsche-Entchen – nicht eigens zum Saugen und Beißen hergestellt wird, soll lediglich mit einem Warnhinweis versehen werden. Zu diesen und anderen die Gesundheit von Kindern gefährdenden Stoffen sagte der Staatssekretär: "Wir wollen sie alle verbieten." (hk)



 


Dicke Kinder: Mütter drängen zum schnellen Essen

Weinheim (dpa) - Dicke Kinder essen schneller als normalgewichtige - allerdings nur, wenn ihre Mütter dabei sind. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Trier stellt das Fachmagazin "Psychologie heute" (Weinheim) in seiner Dezemberausgabe vor. Die Wissenschaftler baten 80 Kinder im Alter von zehn bis elf Jahren drei Mal zum Joghurtessen ins Labor. Ihre Eltern waren alle übergewichtig, jedoch nur einige der Kinder. Die Forscher erzählten den jungen Probanden, sie sollten einen neuen Joghurt bewerten und könnten so viel essen, wie sie möchten. Ergebnis: Dicke Kinder aßen nur dann schneller und nahmen mehr auf den Löffel als normalgewichtige, wenn ihre Mütter im Raum waren. Die Forscher um Prof. Karl Martin Pirke vermuten, dass die Mütter übergewichtiger Kinder ihren Nachwuchs häufiger zum schnellen Essen auffordern. Die Kinder hätten dieses Drängen möglicherweise verinnerlicht. Eltern sollten das Essen nicht instrumentalisieren, empfehlen die Psychologen. Es dürfe nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit und Zuwendung dienen oder als Mittel zur Kontrolle und Belohnung. Mitarbeiter Reinhold Läßle verweist auch auf die Erbanlagen: "Zwischen 50 und 80 Prozent der Fettmasse eines Menschen ist erblich bedingt", sagte er. Daher könne das Körpergewicht zu etwa einem Drittel durch Verhalten verändert werden. Besonders Kinder haben laut Läßle noch eine gute Chance, das Übergewicht loszuwerden. So könne auch der Einfluss der Mutter positiv genutzt werden, indem sie das Kind nicht zum Essen antreibe. (ol)
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Deutsche Teens: Immer früher Kippen und Alkohol

Pforzheim (dpa) - Jugendliche in Deutschland greifen immer früher zu Glimmstängel und Flasche. Auf diese Entwicklung hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, am Montag in Pforzheim hingewiesen. Nach neuesten Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind Erfahrungen mit Alkohol bei Jugendlichen an der Tagesordnung. Rund ein Drittel von ihnen trinke regelmäßig, hieß es. Gleichwohl ist laut Bundeszentrale der Alkohol- und Tabakkonsum bei Jugendlichen insgesamt rückläufig. Nach Angaben der Drogenbeauftragten scheint sich zu bestätigen, dass Jugendliche riskanter konsumierten als früher. Nach einer europaweiten Studie bei 15- bis 16-jährigen Schülern seien Alkoholexzesse in dieser Altersgruppe verbreitet. Die Tatsache, dass in mehreren Staaten so genanntes Rausch-Trinken an Wochenenden üblich zu werden scheine, sei ein ernst zu nehmendes Alarmsignal, betonte Caspers-Merk. Ein Viertel aller Jugendlichen in Deutschland hat Erfahrungen mit Cannabiskonsum, sagte Caspers-Merk. Der Anteil der aktuellen Konsumenten liege bei 13 Prozent. In den letzten Jahren habe sich die Zahl der in Beratungsstellen betreuten jungen Menschen verdoppelt. Etwa drei bis vier Prozent der Jugendlichen nehmen nach Angaben der Drogenbeauftragten Ecstasy und Amphetamine. Vor allem bei Kindern werde das Konsummuster immer riskanter. Während die Zahl der Kokain-Konsumenten stetig zunehme, stagniere beim Heroin die Zahl der registrierten Abhängigen auf hohem Niveau, hieß es. (ol)
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Kleinkinder: Häufiger Schnupfen senkt Asthma-Risiko


Studie: Sucht beginnt schon in der Schule


Charite sucht Säuglinge für Babynahrungstest


Nächtliches Geschrei: Babys nicht sofort hoch nehmen

Baierbrunn (dpa) - Wenn das Neugeborene in der Nacht schreit, sollten Eltern nicht gleich reagieren. Wer das Baby sofort hoch nehme, riskiere, dass es erst richtig aufwacht, berichtet die in Baierbrunn erscheinende Apothekenzeitschrift "Baby und die ersten Lebensjahre" (Ausgabe 12/2001). Neugeborene müssten den geregelten Schlaf erst lernen. Ihr Hirn sei nachts besonders aktiv und deshalb seien sie leicht erweckbar. Bereits mit sechs Monaten nähere sich ihr Schlafrhythmus dem eines Erwachsenen an. Bis dahin müssten fast alle jungen Eltern sehr geduldig mit dem Baby schlafen lernen, so die Zeitschrift. (ths)
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Fatale Entwicklung: Ess-Störungen bei Mädchen immer früher

Hannover (dpa) - Ess-Störungen bei Mädchen äußern sich nach Ansicht einer Expertin schon in der frühen Pubertät. "Drei viertel der 13- bis 14-jährigen Mädchen haben schon Diäterfahrung", sagte Marike Evers von der AOK Niedersachsen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Diese Entwicklung sei erschreckend und werde durch das immer strengere Schlankheitsideal der Gesellschaft begünstigt. Fragen wie: "Darf ich essen oder nicht, bin ich dick oder dünn, attraktiv oder nicht" beschäftigen Evers zufolge viele Mädchen in ihrer Pubertät. Ein überschlankes Schönheitsideal und der allgegenwärtige Perfektionsdrang der Moderne ließen das Essverhalten von immer mehr jungen Menschen aus dem Gleichgewicht geraten. "Dabei sind die Einstiegsdrogen die Diäten", erklärte die Expertin. Durch Diäten werde die Nährstoffversorgung des Körpers die in der Wachstumsphase von besonderer Bedeutung ist gefährdet. So werde etwa bei den 15 bis 19-jährigen jungen Frauen der Calciumbedarf heute nur noch zu rund 56 Prozent gedeckt, wodurch die spätere Entstehung einer Osteoporose begünstigt werde. "Rund 15 Prozent der Betroffenen hungern sich regelrecht zu Tode", sagte Evers. Unter Bulimie, der Ess-Brech-Sucht, litten 2,5 Millionen Menschen, mehr als 100 000 an Magersucht und immer mehr - vor allem Übergewichtige - flüchteten sich in die Essucht. Diese setzten sich der Gefahr aus, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus oder vorzeitigem Verschleiß des Knochen- und Gelenksystems zu erkranken. "In Deutschland ist jede vierte Frau essgestört." Auch die Zahl der betroffenen Jungen und Männer nehme stetig zu. In einem Modellprojekt versuche die AOK Niedersachsen seit einem Jahr, der gefährlichen Entwicklung entgegen zu wirken, erklärte Evers. Dazu werde regelmäßig an verschiedenen Schulen des Landes eine Projektwoche durchgeführt, in denen 13- bis 14-jährige Mädchen über die Gefahren von Ess-Störungen und Unter- sowie Übergewicht informiert werden. "Ziel der Prävention ist es, den eigenen Rhythmus zwischen Hunger und Essen herauszufinden, der für die jeweilige Person wohltuend und angemessen ist." (hk)
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London/München (dpa) - Wiederholter Schnupfen bei Babys und Kleinkindern vermindert das Asthma-Risiko im Schulalter. Das berichten Münchner Forscher im Fachblatt "British Medical Journal" (Nr. 321, S. 390) vom kommenden Samstag. Sie stellten zudem fest, dass bei häufigeren Erkrankungen, die durch Viren vom Herpes-Typ in den ersten drei Lebensjahren ausgelöst wurden, das Risiko einer Asthma-Erkrankung ebenfalls sinke. Dazu zähle auch das Drei-Tage-Fieber. Die Wissenschaftler um Sabina Illi von der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München nehmen an, dass durch die Erkrankungen das noch unreife Immunsystem der Kinder angeregt wird und so auf die Dauer ein vermindertes Asthma-Risiko entsteht. So halbierte sich in der Untersuchung die Gefahr einer Erkrankung im Schulalter, wenn die Kinder bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres mindestens zwei Mal an Schnupfen erkrankt waren. Die Kinder jedoch, die bereits eine Veranlagung zu Asthma hatten und zudem in den ersten drei Lebensjahren häufig an Infekten der unteren Atemwege litten, waren im Schulalter stärker Asthma-gefährdet. Insgesamt hatten die Wissenschaftler 1314 Kinder in fünf deutschen Städten von Geburt an in regelmäßigen Intervallen bis zum Alter von sieben Jahren untersucht. Ab sieben Jahren könne eine Asthma-Erkrankung diagnostiziert werden. (im)


Brüssel (netdoktor.de) – Die Schule ist der Ort, an dem Jugendliche am meisten rauchen. Das ergab eine Vergleichstudie, die ein internationales Forscherteam im Europäischen Parlament in Brüssel vorstellte. Die Wissenschaftler untersuchten das Verhalten von rund 11 000 Schülern und Schülerinnen im Alter von 15 Jahren aus acht europäischen Ländern. Etwa 30 Prozent der deutschen Befragten rauchen täglich auf dem Schulgelände und rund 70 Prozent hatten bereits erste Erfahrungen mit Zigaretten gemacht. Damit liegt die Bundesrepublik hinter Österreich auf Platz zwei, gefolgt von Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen sowie Schottland und Wales. Dass in Deutschland und Österreich das Rauchen für Jugendliche unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit per Gesetz verboten ist, minderte den Zigarettenkonsum nicht.
Grund für den hohen Raucheranteil in der Bundesrepublik könnte der niedrige Tabakpreis sein: Eine Schachtel Zigaretten kostet nur so viel wie ein Big Mac, während schottische Jugendliche fast das Doppelte zahlen müssen. Außerdem sind die rund 800.000 Zigarettenautomaten in Deutschland zum größten Teil frei zugänglich, während sie in Finnland oder Wales nur an Orten aufgestellt werden dürfen, zu denen Jugendliche keinen Zutritt haben. In Norwegen sind Zigarettenautomaten verboten. (ch)

Berlin (dpa) - Die Berliner Charite sucht für eine Studie über Babynahrung Säuglinge, die gegen Kuhmilch allergisch sind. Sechs Monate lang wollen die Wissenschaftler zwei allergenreduzierte Babynahrungen miteinander vergleichen, teilte die Charite am Freitag in Berlin mit. Die beiden Produkte sind ebenfalls aus Kuhmilch hergestellt, enthalten aber Eiweiße, die schon in Bruchstücke aufgespalten sind und daher kaum mehr allergisierend wirken. Die gesuchten Kleinkinder sollen zwischen zwei und neun Monaten alt sein. Interessenten können sich unter 80 02 23 35 melden.(ee)

Embryonendiagnostik: Höhere Erfolgschancen bei künstlicher Befruchtung

 

Berlin - Die Überlebenschance eines Embryos in den ersten Phasen seiner Entwicklung hängt offenbar entscheidend von einer möglichen symmetrischen Verteilung der Erbsubstanz in den so genannten Mitochondrien ab. Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet glauben Forscher der Universität von Colorado, dass die standardmäßige Untersuchung dieser Zellkraftwerke zu höheren Erfolgsraten der Reagenzglasbefruchtung führen wird. Schon innerhalb der ersten drei Tage nach der Befruchtung sei erkennbar, welcher Embryo die größte Erfolgschance bei einer Übertragung in die Gebärmutter haben wird. In Deutschland ist Embryonendiagnostik gesetzlich verboten.(ol)

Nickels: Verkauf von Zigaretten an Jugendliche wird verboten

 

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will die Abgabe von Zigaretten und anderen Tabakprodukten an Jugendliche unter 16 Jahren noch vor der Bundestagswahl 2002 gesetzlich verbieten. Dies kündigte die Drogenbeauftragte der Regierung, Christa Nickels (Grüne), in der «Rheinischen Post» an. Nach Angaben von Nickels hat sich die Automatenindustrie freiwillig zu einer entsprechenden Umrüstung auf Chipkarten an den Zigarettenautomaten bereit erklärt, um Kinder und Jugendliche zu schützen. Die Zigarettenfirma Philip Morris GmbH begrüßte den Plan, den Verkauf von Tabakprodukten an Jugendliche unter 16 Jahren zu verbieten. (od)

Studie: Fernsehen allein macht Kinder nicht aggressiv

 

Nicht das Fernsehen, sondern eher die sozialen Begleitumstände sind dafür verantwortlich, wenn Kinder durch das Fernsehen aggressiv werden. Das berichtet die Zeitung «Die Welt» unter Berufung auf eine Studie auf St. Helena. Auf dieser Insel im südlichen Atlantik gab es bis 1995 kein Fernsehen. Ein Forscherteam unter der Leitung des Psychologen Prof. Tony Charlton aus Cheltenham/ England hatte die Kinder von St. Helena zwei Jahre lang vor der Einführung des Fernsehens beobachtet. Die einzig erkennbare Veränderung im Spielverhalten der Kinder nach der Einführung des Fernsehens sei ein Rückgang der antisozialen Verhaltensweisen gewesen, so Charlton. Er sieht den Grund für die zunehmende Aggressivität fernsehender Kinder in Europa eher darin, dass viele Kinder allein erzogen werden oder beide Elternteile arbeiten. Dadurch könnten sie unkontrolliert auch Filme sehen, die nicht für ihr Alter geeignet sind. In St. Helena dagegen ist die soziale Welt noch in Ordnung. (pd)

Durchfall bei Kindern: Viel trinken lassen

 

Erkranken Kinder an akutem Durchfall, sollte der Stuhlgang nicht mit Medikamenten gestoppt werden. Die so genannten Motilitätshemmer können das Krankheitsbild verschleiern, warnt die vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) herausgegebene Zeitschrift «Allergie konkret» (Ausgabe 04/2000). Wichtigste Form der Therapie sei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten durch in Apotheken erhältliche so genannte Elektrolyt-Lösungen oder durch Tee oder Mineralwasser ohne Kohlensäure, so die Zeitschrift. Ungeeignet sei dagegen Cola. Durch das darin enthaltene Coffein werde dem Körper eher Wasser entzogen und der Flüssigkeitsmangel verschlimmert. Kann der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, muss in der Regel ein akuter Durchfall nicht von einem Arzt behandelt werden, berichtet «Allergie konkret» weiter. Bei kleinen Kindern und Säuglingen kann ein Mangel an Flüssigkeit jedoch sehr schnell lebensbedrohlich werden. Je kleiner ein Kind und je heftiger der Durchfall, desto eher sollte ein Arzt den Flüssigkeitszustand beurteilen, rät die Zeitschrift. (pd)

Ernährung: Wirkung von prebiotischem Joghurt nicht unumstritten

 

(dpa) Die Wirkung von probiotischem Joghurt ist nicht immer erwiesen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem Ernährungsbericht 2000 feststellt, gibt es bisher nur einzelne Produkte, bei denen positive Auswirkungen auf die Darmflora wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten. Probiotische Joghurts, die Milchsäurebakterien wie Lactobazillen oder Bifidobakterien enthalten, sollen die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen, Durchfall vorbeugen und Dickdarmkrebs vorbeugen. Den Nachweis hätten einzelne Hersteller bereits erbracht. Die Bakterien könnten aber nur wirken, wenn nahezu täglich Milchprodukte mit den gleichen Keimen verzehrt würden, betonte die DGE. Unterstützt werde das Wachstum der probiotischen Keime von so genannten präbiotischen Substanzen, die den pH-Wert absenken. (pd)

Befragung: Stress lässt Jugendliche zu Zigaretten und Medikamenten greifen

 

(dpa/lni) - Kinder und Jugendliche mit Stress greifen
häufiger zu Schmerzmitteln und Zigaretten als ihre stressfreien Altersgenossen. Das ergaben zwei Befragungen an Braunschweiger Schulen, teilte Rainer Schubert vom Gesundheitsamt in Braunschweig mit. Für eine der Studien interviewte die Psychologin Nicole Heuer mehr als 700 Achtklässler. Die Auswertung zeige, dass vor allem jene Jugendlichen rauchten, die mit der Situation in der Schule unzufrieden seien. Besonders auffällig sei, dass mehr als 51 Prozent der Realschüler gelegentlich oder regelmäßig rauchten, viel mehr als Schüler anderer Schulformen. Außerdem sei Nikotinkonsum bei 13- bis 16-Jährigen eher ein Problem der Mädchen, sagte Schubert. Ein Drittel von ihnen rauche. Bei den Jungen betrage die Quote nur 27 Prozent. Auch hinsichtlich des Medikamentenkonsums führen die Mädchen. Eine von der Biologin Petra Grebenstein vorgenommene Befragung habe ergeben, dass von 500 befragten Neuntklässlerinnen 37 Prozent schon bei leichten Symptomen zur Schmerztablette greifen. Nur 21 Prozent der Junge zeige das gleiche Verhalten, sagte Schubert.

Familienpolitik: Sozialministerin will neue Akzente setzen

 

Hannover (dpa) - Niedersachsens neue Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) will in der Familienpolitik neue Akzente setzen. «Anonyme Geburten in Krankenhäusern müssen möglich werden», sagte Trauernicht in einem Gespräch mit der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse» (Freitagausgabe). Ohne ihren Namen preisgeben zu müssen, sollten verzweifelte Schwangere in Kliniken ihre Babys bekommen und dort lassen können. «Sonst haben die Frauen keine Chance, aus der Krisensituation herauszukommen», sagte die Ministerin. «Dann wählen sie die viel schlechtere Alternative, das Kind sterben zu lassen.» Gleichzeitig kritisierte Trauernicht Mängel in der Kinderbetreuung. «Als einziges europäisches Land haben wir in Deutschland eine ungenügende Ganztagsbetreuung», beklagte sie. (od)

Ernährung: Schüler essen zu viel Süßes

 

Fulda (dpa) - Viele Schüler essen nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) in den Pausen zu oft Süßigkeiten, die Leistungsfähigkeit und Konzentration schwächen. Viele schulische Probleme blieben den Kindern erspart, wenn die Ernährung bedarfsgerecht wäre, sagte der stellvertretende VBE-Landesvorsitzende Helmut Deckert am Donnerstag in Fulda. Zu viel Süßes führe bei Schülern zu Unlust, Übergewicht, Verhaltensstörungen und Aggressivität. Der Lehrerverband kritisierte die Werbung und negative Vorbilder der Erwachsenen. Eltern sollten auf ein ausgewogenes Schulfrühstück mit fettarmer und vitaminreicher Nahrung achten. «Das wirkt auf Dauer besser als die teuerste Nachhilfestunde», sagte Deckert. (od)


Kinder sollen Handy nur in dringenden Fällen nutzen
In England werden Handys auf Initiative des Gesundheitsministeriums künftig mit einem Warnhinweis verkauft, der sich vor allem an Kinder bis 16 Jahren richtet. Sie sollen ihr Handy nur für kurze Gespräche oder in dringenden Fällen nutzen. Wie die Bild am Sonntag berichtet, befürchten Wissenschaftler, dass bei längerem Gebrauch so genannte gepulste Funkwellen wirksam werden, die Kinder krank machen können. Da Kinder eine dünnere Schädeldecke als Erwachsene haben, nimmt ein Fünfjähriger laut einer Studie bis zu 60 Prozent mehr Strahlung auf.(ee)

Schlafforscher fordern späteren Schulbeginn
Gesundheitsexperten befürworten einen späteren Schulbeginn. Biologisch sinnvoll sei ein Unterrichtsstart um neun Uhr, sagte der Schlafforscher Jürgen Zulley dem Magazin Focus. Es werde ignoriert, dass der Mensch ein Pausenwesen sei, betonte der Wissenschaftler. Denn niemand könne sinnvoll acht Stunden am Stück arbeiten, dabei seien vor allem Kinder überfordert, so Zulley. Biologisch sinnvoll wäre ein Schulbeginn um neun Uhr und eine rechtzeitige Mittagspause deutlich vor 13 Uhr forderte der Forscher. Nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung nehmen die Schlafstörungen bei Kindern deutlich zu. Derzeit hätten 21 Prozent aller Kinder Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen.

Studie: Viele Mütter erkennen Übergewicht ihrer Kinder nicht
(netdoktor.de) Fast 80 Prozent amerikanischer Mütter empfinden ihre übergewichtigen Kindern nicht als zu dick. Das geht aus einer Studie des Childrens Hospital Medical Center of Cincinnati hervor, die in der Dezemberausgabe des Fachmagazins Pediatrics veröffentlicht wurde.
Die Wissenschaftler befragten 622 Mütter im Alter zwischen 18 und 53 Jahren, die Kinder zwischen zwei und fünf Jahren hatten. Mehr als 20 Prozent der Mütter empfanden ihre Kinder nicht als zu dick. Diese Fehleinschätzung war umso weiter verbreitet, je niedriger der Bildungsgrad der Mütter war. Die Kinder von weniger gebildeten Müttern waren außerdem schwerer sagte der Studienautor Robert C. Whitaker. Die Kinder hätten ein höheres Risiko für späteres Übergewicht, da die Mütter es erst viel zu spät erkennen würden. Um für die Kinder wirklich Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können, müssten die Eltern sich informieren, aufmerksamer sein und sich über die Folgen von Übergewicht bewusst werden, so Whitaker. (im)

Gesünder telefonieren
(dpa) Das Gesundheitsrisiko, das möglicherweise vom Telefonieren mit Handys ausgeht, lässt sich zumindest verringern. Zunächst sollte das Handy wirklich nur in dringenden Fällen benutzt und auf Langzeitgespräche verzichtet werden. «Es müssen ja nicht gerade mehrere Stunden am Tag sein», rät Peter Knaack, Telekommunikationsexperte der Stiftung Warentest in Berlin. Auch Telefonate in abgeschirmten Räumen wie Fahrstühlen, Stahlbetonbauten und Autos sollten vermieden werden: Hier müssen die Handys oft erst ihre volle Sendekraft entfalten, um eine Verbindung herzustellen. Wird das Telefon nicht benötigt, sollte es ausgeschaltet oder mindestens einen Meter vom Körper entfernt aufbewahrt werden. Gefährlich könnte die Strahlung vor allem für Kinder sein, befürchtet der Experte.(pd)

Verhaltenssüchte wie Spiel- oder Magersucht breiten sich immer mehr aus
(dpa) Experten befürchten die stärkere Ausbreitung so genannter Verhaltenssüchte in Deutschland. Manien wie Spielsucht oder Magersucht würden immer stärker um sich greifen, sagte der Leiter der Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung von Mecklenburg-Vorpommern, Rainer Siedelberg, am Dienstag in Schwerin. Auch die Arbeitssucht werde zunehmend zum Problem. Besonders kritisch werde die Situation durch das Vordringen «neuer Süchte», wie etwa der Internet-Sucht. «Die Konsumangebote werden immer aggressiver. Zwangsläufig steigert dass auch den Missbrauch und letztlich die Sucht», sagte Siedelberg am Rande der 1. Norddeutschen Gespräche zur Suchtprävention. Siedelberg warnte, das Thema Sucht auf Rauschgift oder Alkohol zu beschränken. «In Deutschland sterben jährlich 2000 Menschen an Rauschgift und 40.000 an Alkoholmissbrauch, aber allein 110.000 durch Tabak», sagte der Drogenexperte. Auch Verhaltenssüchte könnten schwerwiegende soziale Auswirkungen haben: «Ein Spielsüchtiger braucht jeder Tag mehr Geld als ein Heroinsüchtiger. Die Folgen sind oft fatal und können in die Kriminalität führen.» Siedelberg forderte vom Gesetzgeber, stärker gegen Süchte vorzugehen. Ein Alkoholverbot im Straßenverkehr, Reglementierungen für die Werbung und die konsequente Durchsetzung der vorhandenen Gesetze seien nötig. (pd)

Zu warme Decken können Plötzlichen Säuglingstod auslösen
(dpa) Angesichts der einsetzenden Frostperiode haben Initiativen gegen den Plötzlichen Säuglingstod vor zu warmen Decken für Babys gewarnt. Überwärmung und Rückatmung, ausgelöst durch zu warme Daunen- oder Federbetten, stellten neben Rauchen in der Schwangerschaft einen Hauptrisikofaktor für den Plötzlichen Kindstod dar, teilten die Johanniter-Unfall-Hilfe Bochum und die Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod NRW übereinstimmend mit. Mit jährlich 700 Todesopfern bleibe der Plötzliche Säuglingstod nach wie vor die Haupttodesursache bei Kindern bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres. (pd)

Würmer gegen Allergien
Wurminfektionen helfen offenbar gegen allergische Reaktionen. Das berichtet "Die Zeit" unter Berufung auf das Fachmagazin "The Lancet". Eine deutsch-holländische Forschergruppe untersuchte 520 Kinder. Dabei stellte sie fest, dass eine chronische Infektion mit dem Pärchen-Egel Schistosoma haematobium die Ausschüttung des körpereigenen Entzündungshemmers Interleukin-10 erhöhte, der allergische Reaktionen bremst. Dies könne neue Wege bei der Bekämpfung von Auto-Immunerkrankungen eröffnen, schrieben die Forscher. (pg)

US-Behörde verbietet Insektenvernichtungsmittel
(dpa) Aus Sorge um Nervenschäden bei Kindern will die US-Umweltschutzbehörde EPA Insektenvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Diazinon aus dem Handel ziehen. Demnach werden Diazinon-haltige Sprays gegen Ameisen und andere Insekten im Haus umgehend verboten, während das Pestizid für den Garten im Verlauf von vier Jahren abgeschafft sein soll. Das berichtete die «New York Times» am Mittwoch. Organophosphate, zu denen Diazinon zählt, werden seit längerem verdächtigt, das Nervensystem zu attackieren. Neuere Studien überzeugten die EPA davon, dass Diazinon selbst in niedrigen Dosen die nervliche Entwicklung von Kindern nachhaltig beeinträchtigen kann. Diazinon ist auch in Deutschland im Einsatz. (od)

Totgeburt durch Hämoglobin
Hohe Hämoglobinwerte zu Beginn der Schwangerschaft können die Gefahr einer Totgeburt signifikant steigern. Dies berichten Epidemiologen des schwedischen Karolinska Institutet im Journal of the American Medical Association. In der Zeit von 1987 bis 1996 untersuchten sie 702 Totgeburten ab der 28. Schwangerschaftswoche und verglichen sie mit derselben Zahl von Lebendgeburten. Demnach erlitten Frauen mit Hämoglobinwerten von 146 Gramm pro Liter oder mehr fast doppelt so oft eine Totgeburt wie Schwangere mit niedrigeren Werten. Hämoglobin, der so genannte rote Blutfarbstoff, ist unter anderem für die Bindung und den Transport von Sauerstoff zuständig. Der Zusammenhang zwischen erhöhten Hämoglobinwerten und Totgeburten verstärkte sich noch, nachdem Schwangerschaftserkrankungen wie Gestose oder Eklampsie sowie missgebildete Babys ausgeschlossen worden waren. Durch vorzeitige Wehen hervorgerufene Totgeburten sind bei Frauen mit erhöhten Hämoglobinwerten dreimal so wahrscheinlich wie in der Kontrollgruppe. Und bei sehr kleinen Totgeborenen erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit gar auf das Vierfache. Experten warnen jedoch davor, angesichts der neuen Erkenntnisse panisch zu reagieren. "Es gibt Hunderte von Faktoren, die mit Totgeburten in Zusammenhang gebracht werden, darunter so gefährliche wie das Rauchen", sagte Rupert Fawdry vom Milton Keynes General Hospital gegenüber BBC Online. Auch wenn ein Zusammenhang zwischen Hämoglobin und Totgeburten plausibel erscheine, sei das tatsächliche Risiko doch sehr gering. Früher sei schwangeren Frauen sogar Eisentabletten verabreicht worden, weil die Ärzte davon ausgingen, dass ein hoher Hämoglobinwert gut sei.
Spiegel Online, 27.11.2000

Blick ins Babyhirn:
Wie sehen Neugeborene die Welt? Einen Teil der Frage konnten jetzt britische Wissenschaftler beantworten. Erst zwischen dem sechsten und achten Monat lernt der Mensch danach, das Erblickte zu einem Bild zusammenzufügen. Für ihre Untersuchungen verkabelten die Wissenschaftler der University of London 22 Babys mit Elektroden und ließen sie auf einen Monitor blicken. Auf dem flimmerte das so genannte Kanizsa-Quadrat eine optische Täuschung bei der vier Münder in die Mitte zeigen und dabei die Illusion eines Quadrates erzeugen. Bei der Auswertung der Hirnsignale ergab sich, dass die insgesamt elf Probanden im Alter von acht Monaten bereits der optischen Täuschung erlagen. Die erst sechs Monate alten Babys konnten das Quadrat dagegen offenbar noch nicht wahrnehmen. (Der Spiegel, S. 275, 27.11.2000)ryk

Zappelphilipp-Prinzip fördert Körperhaltung:
Erwachsenen-Weisheiten wie «Sitz gerade!» oder «Sitz still!» sind nach Ansicht des Mindener Sitzforschers Rolf Selling für Kinder fatal. «Es gibt keine vorbildliche Haltung. Wir neigen eher zu einem Zappelphilipp-Prinzip», sagte der stellvertretende Vorsitzende der Heidelberger Initiative für gesunde Arbeit (HIHW). Eltern sollten Kindern dagegen stärker Bewegungsanreize vermitteln und sie zu Spielen animieren. Schon 90 Prozent aller Schulanfänger hätten Haltungsschwächen, weil sie zu früh mit dem «Sitz-Marathon» beginnen, sagte Selling. Außerdem seien 65 Prozent aller Schulstühle unangemessen: «Meist stimmen die Proportionen nicht. Schlimmer als ein zu kleiner ist ein zu großer Stuhl.» Bei knapp 30 Prozent der Sieben- bis 17-Jährigen entwickelten sich die Haltungsschwächen zu Haltungsfehlern. Ein Fünftel aller 45- bis 55-Jährigen weise irreparable Haltungsschäden auf, die zu lebenslangen Schmerzen führen.(dpa, 27.11.2000)ol

Babys nehmen ihre Umwelt voll wahr:
Babys nehmen komplexe Gegenstände in ihrer Umwelt schon mit acht Monaten genauso wahr wie ein Erwachsener. Das berichten britische Forscher in dem amerikanischen Fachjournal «Science» vom Freitag. Das Team um Gergely Csibra und Kollegen vom Birbeck Institut für Psychologie an der Universität von London stütze seine Aussage auf Hirnstrom-Messungen bei Kleinkindern im Alter von sechs und acht Monaten. Den Babys wurden Formationen von kleinen Figuren aus dem Computerspiel «Pacman» vorgeführt. Eine dieser Formationen ergibt ein Quadrat, das so genannte «Kanizsa Quadrat». Der gleiche Versuch war zuvor schon bei Erwachsenen gemacht worden. Sie reagierten mit erhöhter Hirnaktivität auf die Wahrnehmung des Quadrats. Die gleichen Schwingungen maßen die Forscher bei den acht Monate alten Babys, wenn sie ihnen die Pacman-Formation vorführten. Bei den sechs Monate alten Kindern blieb die Signalwirkung dagegen aus. «Der Unterschied zwischen sechs und acht Monate alten Babys ist eindeutig. Er zeigt, dass das Gehirn in diesem Alter eine wichtige Entwicklung bei der Verarbeitung von Reizen aus der Umwelt durchmacht,» interpretiert Csibra die Ergebnisse. (dpa, 23.11.2000)od

Blondes Gift:
In so genannten Barbie-Puppen sind oft große Mengen schädlicher Weichmacher enthalten. Das berichtet die Zeitschrift "Öko-Test" in ihrer Dezember-Ausgabe. Das Magazin hatte acht der langbeinigen Anzieh-Puppen von verschiedenen Herstellern untersucht. Die Weichmacher fanden sich demnach in allen Testobjekten. Diese Stoffe könnten sich leicht aus der Kunststoff-Puppe lösen, kritisiert die Zeitschrift - etwa wenn kleinere Kinder an dem Spielzeug nuckelten. Weichmacher stehen im Verdacht, Leber, Nieren sowie Fortpflanzungsorgane zu schädigen und wie Hormone zu wirken. In Spielsachen für Kleinkinder seien solche Weichmacher daher seit März 2000 verboten. Die Hälfte der geprüften Puppen enthielt laut "Öko-Test" außerdem hohe Konzentrationen giftiger zinnorganischer Verbindungen, die im Verdacht stehen, das Hormonsystem zu beeinträchtigen. (dpa, 20.11.2000)ee

Keimfreie Kindheit erhöht Krebsrisiko:
Eine vergleichsweise keimfreie Kindheit in einer kleinen Familie erhöht einer Studie zufolge das spätere Krebsrisiko. Wie die "Sunday Times" berichtete, raten die Forscher Eltern deshalb dazu, es mit der Hygiene nicht zu übertreiben und ihre Kinder nicht zu isolieren. Für die Studie wurden 4000 Männer und Frauen untersucht: Die Hälfte hatte Lymphdrüsenkrebs, die andere Hälfte war gesund. Den Angaben zufolge hatten die Krebspatienten typische Kinderkrankheiten später entwickelt als die Vergleichsgruppe. Die Wissenschaftler glauben deshalb, dass der Körper frühzeitig lernen muss, Infektionen zu bekämpfen, damit er später wesentlich ernsthaftere Krankheiten abwehren kann. Ähnliches gilt dem Bericht zufolge für Asthma: Daran leiden in Großbritannien einer von zehn Erwachsenen und eines von sieben Kindern. In den meisten afrikanischen Ländern dagegen, wo die Familien größer sind und die Lebensbedingungen weniger steril, ist Asthma weitgehend unbekannt. (dpa, 19.11.2000)ryk

Mediziner: Alkohol- und Drogenproblematik bei Jugendlichen nimmt zu :
Die Alkohol- und Drogenproblematik nimmt nach Auffassung von Psychologen und Medizinern bei Jugendlichen weiter zu. "Mindestens 15 Prozent aller Jugendlichen trinkt regelmäßig so viel Alkohol, dass der Konsum Sorgen bereitet", sagte der Leiter der Westfälischen Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Dr. Rainer Georg Siefen. Neueren Schätzungen zufolge konsumierten auch fünf Prozent der jungen Menschen regelmäßig Cannabis-Produkte. "Bei härteren Drogen wie Ecstasy, LSD oder Heroin ist es noch ein Prozent", sagte Siefen am Rande einer Konferenz des Hartmannbundes zu Alkohol, Jugend und Familie am Samstag in Marl. Deutschland zähle in der EU zwar neben Österreich, Finnland und Schweden zu den Ländern mit der niedrigsten Abhängigenquote. Wie in allen Ländern liege die Häufigkeit des - zumindest gelegentlichen - Konsums bei Jugendlichen aber höher als bei Erwachsenen, sagte der Klinikleiter. Siefen betonte, dass Präventionsanstrengungen bei Drogen- und Alkoholproblemen sowohl Jugendliche als auch Eltern umfassen müssten. Mit der Gruppe der Jugendlichen aus Einwandererfamilien und der Frauen seien bei Prävention und Therapie bislang auch zwei Kreise zu wenig individuell betrachtet worden. Kinder von Migranten hätten potenziell häufiger mit Ausgrenzung, Bildungshemmnissen und Arbeitslosigkeit zu kämpfen und seien dadurch stärker gefährdet. "Bei Frauen wird Alkoholabhängigkeit dagegen länger übersehen als bei Männern." Die Therapie bei beiden Gruppen habe dazu gemein, dass sie nicht ausreichend auf ihre besonderen Lebensbedingungen und Bedürfnisse abgestimmt seien. (dpa, 18.11.2000)ee

Ärzte sehen Gesundheitsversorgung von Kindern gefährdet :
Kinderärzte in Deutschland sehen ein "hohes Defizit" bei der Gesundheitsversorgung von Kindern. Betroffen seien sowohl die Gesundheitsvorsorge als auch die kontinuierliche Betreuung und die medizinische Forschung, sagte der Generalsekretär der deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DAKJ), Johannes Brodehl am Freitag in Berlin. Der Dachverband der Kinderärztlichen Verbände in Deutschland hat sich deshalb für einen Kinderbeauftragten der Bundesregierung nach dem Vorbild von Wehr- und Ausländerbeauftragten ausgesprochen. Durch diesen sollen die Interessen der rund 15,8 Millionen Bundesbürger unter 18 Jahren - etwa 19 Prozent der Bevölkerung - ständig vertreten werden. Für gravierend halten die Kinderärzte die bestehenden Forschungsdefizite. So sei es nötig, die Erforschung des so genannten plötzlichen Säuglingstods zu intensivieren. Auch seien lediglich 20 Prozent der Medikamente für die Behandlung von Kindern zugelassen. (dpa, 17.11.2000)ee

Schokolade ohne Kariesrisiko:
Auf dem Weihnachtsteller wird sie noch nicht liegen, aber ab kommenden Jahr soll eine Schokolade kommen, die keinen Karies verursacht. Dabei soll es zur normalen Schokolade keine Geschmacksunterschiede geben. Erkennbar wird die Süßigkeit, die im kommenden Januar präsentiert wird, an dem rot-weißen "Zahnmännchen" erkennbar sein. Kaugummis und Bonbons mit dem "Zahnmännchen", die den Zähnen nicht schaden, gibt es schon seit mehreren Jahren.(aktion zahnfreudnlich e.V., 17.11.2000)ol

Wiegenlied-Gerät:
Schlafprobleme quälen bis zu einem Drittel aller Kinder - und oft auch ihre Eltern. Im Kampf um die Nachtruhe setzen Mediziner nicht mehr nur auf klassische Mittel wie regelmäßige Schlafzeiten und das immer gleiche Bett, wie sie Forscher am Donnerstag anlässlich einer Tagung in Köln empfahlen. Ein britischer Psychologe stellte zudem ein Wiegenlied-Gerät vor, das auch heftig schreiende Babys innerhalb von Sekunden beruhigen soll. Zuvor müssten dem Baby die Lieder jedoch bereits im Mutterleib vorgespielt werden, „Es funktioniert mit jedem Baby, solange dieses die Lieder bereits in der späten Schwangerschaft gehört hat“, sagte Steve Evans, Experte für fötale und neonatale Psychologie aus Abergavenny (Wales). Das neue Wiegenlied- Gerät funktioniere, wenn spezielle Melodien schon zwischen der 16. und der 27. Schwangerschaftswoche jeweils morgens und abends 20 Minuten lang dem Baby im Mutterleib vorgespielt werden. Im Januar soll es einschließlich Teddybär auf den Markt kommen und umgerechnet rund 450 Mark kosten. (dpa, 16.11.2000)od

Studie: Kinder trinken zu wenig :
Klein- und Schulkinder sowie junge Mädchen trinken laut Studien zu wenig. Die empfohlene Menge werde etwa bei den Vier- bis Neunjährigen teilweise um bis zu 50 Prozent unterschritten, teilte das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung mit. Für die Studie wurden die Ess- und Trinkgewohnheiten von Kindern in den vergangenen zehn Jahren untersucht. Dazu wurden über 5 000 Mehr-Tages-Protokolle ausgewertet. Der Studie zufolge trinken Jungen generell mehr als Mädchen. Das optimale Getränk für die Kleinen sei Wasser, so die Forscher. Ausreichender Wasserkonsum senke das Risiko für viele Erkrankungen, möglicherweise sogar für Fettsucht. Um Kinder ans Trinken zu gewöhnen, sollten Eltern bei allen Mahlzeiten und auch zwischendurch Getränke bereitstellen, am besten ungesüßte Früchte- und Kräutertees oder mit Zitronensaft abgeschmecktes Leitungswasser. (dpa, 11.11.2000)ee

Motorische Mängel von Kindern untersucht:
Mit einer bundesweiten Datenbank zur "Motorik und Gesundheit von Kindern" wollen Karlsruher Sportwissenschaftler die körperliche Verfassung von Grundschülern langfristig beobachten. Zu diesem Zweck untersuchen Studenten der Universität Karlsruhe bis Weihnachten 1 500 Grundschüler in ganz Deutschland. "Dies ist die erste bundesweite Studie bei Grundschülern, in der Motoriktests und eine Befragung zur Sportaktivität und der Gesundheit kombiniert werden", sagte Andreas Masuhr vom Gemeindeunfallversicherungsverband (GUVV) Westfalen-Lippe am Freitag. Dass sich Kinder zu wenig bewegen, ist bekannt - jetzt geht es laut Masuhr um Qualifizierung und Quantifizierung des Problems. Auf Grund der Studie sollen auch Übungen entwickelt werden, die von Sportlehrern im Unterricht genutzt werden können. Die Untersuchung wird von den jeweiligen gesetzlichen Unfallversicherungsträgern finanziert. Wissenschaftlern und Versicherungen geht es vor allem um Prävention: Durch mehr Bewegung im Unterricht kann ihrer Meinung nach späteren Haltungsschäden der Kinder vorgebeugt werden. Die Daten würden Anfang des kommenden Jahres ausgewertet, mit ersten Testverfahren für Lehrer sei im übernächsten Jahr zu rechnen. (dpa, 10.11.2000)ee

Schreihals im Bauch:
Dass kleine Babys ihren Müttern häufig den Schlaf rauben, ist nicht überraschend. Neu ist dagegen die Erkenntnis, dass sie das sogar schon vor ihrer Geburt tun. US-Forscher fanden heraus, dass fast alle werdenden Mütter nachts nicht mehr durchschlafen können, berichtet das Fachblatt "Journal of Obstetric, Gynecologic and Neonatal Nursing" (Ausgabe 11-12/2000). Die Wissenschaftler überwachten 127 schwangere Frauen ab der achten Schwangerschaftswoche und stellten sehr häufig Schlafstörungen fest. Vor allem gegen Ende ihrer Schwangerschaft beklagten 97 Prozent der Frauen, nicht mehr durchschlafen zu können. Bei über 90 Prozent war der Schlaf nicht mehr erholsam, fast jede zweite Frau begann zu schnarchen. "Viele dieser Schlafstörungen sind nicht normal und dürfen nicht ignoriert werden", meint die Studienautorin Jodi Mindell, Psychologin am Saint Joseph’s Hospital in Delaware. Oft sei es möglich, die Schlafstörungen zu behandeln. (netdoktor.de, 10.11.2000) bg

Gefährliche Hausrezepte:
Altbewährten Hausmitteln sollte nicht blind vertraut werden. Bei falscher Handhabung können sie sogar gefährlich werden. Dampfbäder mit ätherischen Ölen etwa, die gegen verschnupfte Nasen helfen können, sollten nicht bei Kleinkindern oder bei Säuglingen angewandt werden, warnt die in Eschborn bei Frankfurt erscheinende «Neue Apotheken Illustrierte». Auch Kamillenblüten im Dampfbad sind nicht völlig unbedenklich: Bei empfindlichen Personen können sie Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Bei Dampfbädern sei grundsätzlich Vorsicht geraten - Verbrennungen kommen immer wieder vor. (dpa, 09.11.2000)od

Sehschwäche:
Jedes zehnte Kleinkind in Deutschland leidet an einer Sehschwäche. Wie der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) am Dienstag mitteilte, bestehen bei den betroffenen Kindern Risikofaktoren, die ohne rechtzeitige Behandlung zu dauerhaften und teilweise schwerwiegenden Augenschäden führen können. „Trotz der üblichen kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen werden 90 bis 95 Prozent der fehlsichtigen Kinder nicht oder zu spät entdeckt“, sagte BVA-Sprecher Georg Mehrle der dpa. Da sich 50 Prozent der Sehschärfe während des ersten Lebensjahres entwickeln, sei eine fachärztliche Untersuchung bereits in diesem Alter notwendig. (dpa, 07.11.2000)pg

Jugendliche: Viel Rauchen fördert Ängste:
Jugendliche, die täglich mindestens eine Packung Zigaretten rauchen, entwickeln leichter Platzangst, Panik und allgemeine Angststörungen. Dass hier offenbar ein Zusammenhang besteht, entdeckten Jeffrey G. Johnson und Team von der Columbia Universität und des New York State Psychiatric Instituts, New York. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin „The Journal of American Medical Association“ (JAMA, Ausgabe 8. November). Die Wissenschaftler befragten 688 Jugendliche einmal im durchschnittlichen Alter von 16 Jahren und erneut mit 22 Jahren. Jungendliche, die 20 oder mehr Zigaretten täglich konsumierten, hatten ein fast sieben Mal höheres Risiko für Platzangst (Agoraphobie) und ein mehr als fünffaches Risiko für allgemeine Angststörungen. Das Risiko, Panik zu entwickeln, lag mehr als 15 Mal höher, schreiben die Autoren. Der Umkehrschluss gilt aber nicht: Jugendliche mit Angststörungen würden nicht unbedingt zu chronischen Rauchern. Man müsse die junge Leute über diese Zusammenhänge informieren, damit sie „das Rauchen aufgeben oder erst gar nicht anfangen“, so das Fazit der Autoren. (netdoktor.de, 8.11.2000)im

Hoffnungslos unmusikalisch:
Manche Menschen kommen offenbar tatsächlich unmusikalisch zu Welt. Zu diesem Ergebnis kamen Julie Ayotte und Isabelle Peretz von der Universität Montreal. Auf der Jahrestagung der amerikanischen „Society for Neuroscience“ in New Orleans präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Studie. Die Wissenschaftlerinnen verglichen insgesamt zehn „dysmusische“ Männer und Frauen mit 16 Personen, die keine Probleme bei der Musikwahrnehmung hatten. Die Unmusikalischen hatten Schwierigkeiten zu erkennen, ob unbekannte Melodien auffällig falsche Töne enthielten. Auch bei der Bestimmung kleinster Unterschiede in der Tonhöhe bei Klavierklängen schnitten sie deutlich schlechter ab als die Kontrollpersonen. „Vieles deutet darauf hin, dass die Musikschwäche ebenso wie die Legasthenie auf einer Entwicklungsstörung des Gehirn beruht“, erläuterte Peretz gegenüber netdoktor.de. Maßgeschneiderte Trainingsprogramme und intensive Betreuung könnten die Defizite verringern. Dies sollte allerdings bei Dysmusikern am besten noch vor dem siebten Lebensjahr geschehen, rät die Wissenschaftlerin. Trotz normaler Intelligenz und Sprachfähigkeit können Menschen mit Musikschwäche kein Instrument erlernen oder Melodien erkennen. Dagegen haben sie keine Probleme mit alltäglichen Geräuschen, Liedtexten oder menschlichen Stimmen. (netdoktor.de, 8.11.2000)ms

Hausstaub ist nicht Ursache von Asthma im Kindesalter:
Asthma im Kindesalter hängt nach Angaben des Berliner Universitätsklinikums Charité nicht von der Menge an Hausstaub oder Katzenhaaren in der Umgebung von Säuglingen und Kindern ab. Dies hat eine in fünf deutschen Städten erstellte Studie (German Multicenter Allergy Study) ergeben, bei der sieben Jahre lang rund tausend Kinder beobachtet und untersucht wurden. Das teilte Charité-Sprecherin Silvia Schattenfroh am Montag mit. Ob sich Asthma entwickelt, ist demnach unabhängig von der Menge an Antikörpern und vom Ausmaß der Belastung an Hausstaub. Offenbar bedarf es noch anderer Faktoren, damit ein Kind in allergenreicher Umgebung Asthma entwickelt. Sei indessen ein Kind tatsächlich an Asthma erkrankt, so wirke sich eine allergenarme Umgebung günstig auf die Schwere der Erkrankung aus. Die Charité-Ergebnisse würden Studien aus Frankreich und Nordamerika bestätigen, wonach wenig Hausstaub oder Katzenhaar nicht dazu führe, dass Kinder von Asthma verschont bleiben. Ungeklärt sei aber noch immer, warum seit Jahren eine Zunahme der Häufigkeit von Asthma im Kindesalter festgestellt werde. Umweltfaktoren als Verursacher würden nicht die entscheidende Rolle spielen, die ihnen zugeschrieben werde. (dpa, 06.11.2000)ee

Gewalttätiges Verhalten ist Folge eines Lernprozesses:
Gewalt erzeugt Gewalt. So lautet das Resultat einer Studie der Wake Forest University. 722 amerikanische Kinder im Alter zwischen elf und zwölf Jahren wurden dabei von Wissenschaftlern befragt, wie oft sie Gewalt direkt beobachtet haben oder Opfer von Gewalttaten wurden. Die Ergebnisse sind dramatisch: Nur 1,4 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, nie in Berührung mit Gewalt gekommen zu sein. Insgesamt 41,5 Prozent hätten dagegen selbst Gewalt ausgeübt. Robert DuRant, einer der beteiligten Forscher, sieht das Verhalten als Folge eines Lernprozesses: „Wenn Kinder körperlich bestraft oder sexuell missbraucht werden, ist es nicht überraschend, dass sie sich aggressiv oder gewalttätig gegenüber anderen benehmen.“ Kinder würden gewalttätiges Verhalten vor allem durch prägende soziale Gruppen, also die Familie oder den Freundeskreis erlernen. Einfluss hätte aber auch die Gesellschaft. So seien Verhaltensweisen auch davon abhängig, was Kindern und Jugendlichen in den Medien vermittelt wird, welche Videospiele und Kinofilme sie sehen und was für Musik sie hören. (netdoktor.de, 07.11.2000)ryk

Allergien:
Wer in der Kindheit vielen Schadstoffen ausgesetzt ist, leidet Hautärzten zufolge als Erwachsener seltener an Allergien. "Überspitzt könnte man sagen, wer seine Kinder in Dreck und Speck aufwachsen lässt, verhindert Allergien", sagte der Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Prof. Erwin Schöpf (Freiburg). Verschiedene Untersuchungen hätten gezeigt, dass es sich positiv auf die Gesundheit auswirke, wenn Kinder frühzeitig einen Infekt durchlebten. "Wir ziehen unsere Kinder zu steril auf", sagte Schöpf. "So kommt das Immunsystem später auf die Idee, gegen harmlose Umweltstoffe wie Pollen oder Milben allergisch zu reagieren." Statt als Eltern übertrieben darauf zu achten, dass sich die Kinder ja keinen Virus einfangen, sei es besser, das Immunsystem der Kleinen «abzuhärten». Kindergärten und kinderreiche Familien seien dazu gut geeignet. Menschen aus der ehemaligen DDR litten zum Beispiel seltener an der juckenden Hauterkrankung Neurodermitis. Die Erkrankungsrate lege seit der Wiedervereinigung jedoch zu. In Gesamtdeutschland leiden gegenwärtig rund fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung an behandlungsbedürftiger Neurodermitis. (dpa, 02.11.2000)od

High-Tech-Hörgeräte für Kinder:
Hörgeschädigte Kinder können künftig ohne Zuzahlung ihrer Eltern mit modernsten digitalen Hörgeräten ausgestattet werden. Darauf hätten sich die Hörgeräteindustrie, zwei Akustiker-Ketten mit 40 Filialen in Deutschland und drei Krankenkassen verständigt, teilte der Hörgerätehersteller GN Resound am Donnerstag in Münster mit. Bisher hätten Eltern für moderne Hörgeräte ihrer Kinder bis zu 4 000 Mark zuzahlen müssen. Andernfalls seien die Kinder mit veralteter Technik ausgestattet worden. Die Akustiker hätten auf einen Teil ihres Honorars verzichtet, die Hersteller wie GN Resound und Siemens hätten sich zu Sponsoring- Leistungen bereit erklärt, sagte der Stuttgarter Hörgeräte-Akustiker Eckehard Lindacher am Donnerstag. Im Gegenzug hätten auch die Krankenkassen ihre Leistungen leicht erhöht. (dpa, 02.11.2000)od

Übertriebene Angst vor Säuglingstod:
Vor einer übetriebenen Angst, das eigene Baby zu küssen, hat die Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) in Nordrhein-Westfalen gewarnt. Angesichts neuer britischer Forschungsergebnisse über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Kindstod und dem verbreiteten Magenbakterium Helicobacter pylori hätten zahlreiche Eltern beim GEPS-Landesverband Nordrhein-Westfalen in Münster Rat gesucht, sagte Vorsitzende Hildegard Jorch am Montag. Hintergrund sei, dass das Bakterium durch Speichel von den Eltern auf Kinder übertragen werden könne. Forscher um Jonathan Kerr von der Klinik "Royal Infirmary" in Manchester hatten Spuren der Bakterie in 28 von 32 untersuchten Babys nachgewiesen, die am plötzlichen Kindstod gestorben waren. Um eine mögliche Infektion zu verhindern, sollten Eltern Schnuller oder Saugverschlüsse, nachdem diese zum Beispiel auf den Boden gefallen seien, nicht ablecken und dann dem Baby in den Mund stecken, hieß es. Knapp die Hälfte aller Erwachsenen trage das Bakterium in sich, es wird unter anderem mit Magengeschwüren in Verbindung gebracht.(dpa, 30.10.2000)ee

Fluoridtabletten:
Fluoridtabletten für Babys sind nach der neuesten Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) überflüssig. Auch scheint nicht jedes Kind solche Tabletten zu benötigen. Bisher war es gängige Praxis, dass bereits schon in der Klinik oder beim ersten Kinderarztbesuch Eltern für ihr Neugeborenes Fluoridtabletten erhielten. Die sollten die Kinderzähne vor Karies schützen, lange vor dem Durchbruch des ersten Milchzahns. Nach neuen Forschungsergebnissen habe sich aber gezeigt, dass Fluoride hauptsächlich lokal wirkten, etwa in der Zahnpasta oder beim Essen, begründete DGZMK-Präsiden Elmar Hellwig die Empfehlungsänderung. Früher nahm man an, dass geschluckte Fluoride den Zahn schon vor dem Durchbruch von innen stärken. Außerdem nähmen Menschen bereits reichlich Fluorid mit der Nahrung auf, so Hellwig. Mineralwasser, Sojaprodukte und Fertiggerichte seien oft fluoridiert. "Wir stellen das Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta in den Mittelpunkt", betont Hellwig. Damit solle man beim Durchbruch des ersten Milchzahns beginnen. (Süddeutsche Zeitung, S. V2/13, 31.10.2000)ol

Kinderlähmung:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die West- Pazifik-Region offiziell für Polio-frei erklärt. Die Krankheit sei in den 37 Staaten der Region endgültig ausgerottet, erklärte die UN-Organisation am Montag in Genf. In den vergangenen drei Jahren sei kein einziger Fall von Kinderlähmung mehr registriert worden. Der letzte Fall war ein 15 Monate altes Mädchen, das im März 1997 in Kambodscha an Polio erkrankt war. Zu den 37 Staaten der West-Pazifik-Region gehören unter anderem China, Japan, die Philippinen, Australien, Neuseeland und die Mongolei. Bislang galt nur die Region Nord- und Südamerika als "zertifiziert" Polio-frei. WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland sprach von einem "wichtigen Meilenstein". Seit dem Beginn der Kampagne zur Ausrottung der Kinderlähmung 1988 ist die Zahl der Fälle von Kinderlähmung weltweit um mehr als 95 Prozent auf 7 094 registrierte Erkrankungen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Als einzigem europäischen Land waren zuletzt in der Türkei noch einzelne Fälle aufgetreten. (dpa, 30.10.2000)ee

Raucherkinder sind gewalttätiger:
Kinder von Raucherinnen sind neuen Studien zufolge häufig Quälgeister und neigen als Erwachsene verstärkt zur Gewalt. Nach einer Untersuchung der New Yorker Mount Sinai School of Medicine treten bei den Sprösslingen rauchender Mütter bis zu fünf Mal häufiger "negative Verhaltensmuster" auf als bei Kindern von Nichtraucherinnen. Dies teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg am Montag mit. Als "negativ" zählten übermäßige Impulsivität, Risikobereitschaft oder Aufsässigkeit. Doch damit nicht genug: Finnische Wissenschaftler fanden heraus, dass Frauen, die während der Schwangerschaft geraucht haben, wesentlich häufiger gewalttätige Söhne haben als Nichtraucherinnen. Bei der New Yorker Studie hätten die Autoren neben dem Nikotinkonsum der Mütter auch weitere Faktoren untersucht, die zu dem auffälligen Verhalten der Kinder beitragen könnten: So etwa eine konfliktgeladene Mutter-Kind-Beziehung oder ein autoritärer Erziehungsstil. Doch auch in den Fällen, in denen außer einer rauchenden Mutter kein weiterer Risikofaktor vorlag, seien die negativen Verhaltensmuster bis zu fünf Mal häufiger aufgetreten. (dpa, 30.10.2000)ee

Lego-Asthma:
Nachdem ein zehnjähriger Junge ein Jahr lang wegen seines Asthmas behandelt worden war, fanden die Ärzte der Universitätsklinik Dresden endlich den wahren Grund für seine Beschwerden heraus: Ein kleiner Legostein den der Junge beim Spielen offenbar "in die falsche Röhre" bekommen hatte, verursachte mit der Zeit eine chronische Entzündung und führte zu asthmaartigen Beschwerden. Der Fremdkörper konnte mit einem Bronchoskop entfernt werden. (Welt am Sonntag, S. 49, 29.10.2000)pd

Impfung gegen Kinderlähmung weiterhin unverzichtbar :
Die Impfung gegen die Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist aus Sicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin weiterhin unverzichtbar. Auch wenn der letzte Fall von Kinderlähmung in Deutschland im Jahr 1992 auftrat und der letzte Fall in Europa im November 1998 aus der Südtürkei gemeldet wurde, gelte der Kontinent noch nicht offiziell als "poliofrei". Darauf hat das RKI aus Anlass des Weltpoliotages am 28. Oktober hingewiesen. Der Tag steht in Zusammenhang mit dem Ausrottungsprogramm gegen die Polio-Viren, das 1988 von der Weltgesundheitsorganisation WHO gestartet worden ist. Verabreicht wird die Polio-Impfung inzwischen nicht mehr als Schluckimpfung in Würfelzucker-Form, sondern durch eine Spritze in den Oberarm. Die Grundimmunisierung sollte laut RKI bei Säuglingen im dritten Lebensmonat vorgenommen werden. Zwischen dem elften und 18. Lebensjahr wird eine Auffrischimpfung empfohlen. Verbreitet sind Poliomyelitis-Wildviren weiterhin in Südasien - vor allem in Indien - sowie in Zentralafrika und am Horn von Afrika. Wer in solche Länder reist, sollte ebenfalls eine Auffrischimpfung vornehmen lassen, wenn die letzte Impfstoffgabe mehr als zehn Jahre zurückliegt, rät das Institut. (dpa, 27.10.2000)ee

Niedriges Geburtsgewicht führt später zu Bluthochdruck:
Untergewichtige Neugeborene entwickeln in ihrem späteren Leben häufiger Bluthochdruck als normalgewichtige Babys. Das berichteten spanische Wissenschaftler auf einem Kongress der "American Heart Association". "Wir vermuten, dass ein niedriges Geburtsgewicht die Nierenfunktion beeinträchtigt oder Veränderungen der Blutgefäßwände hervorruft, was dann später zu Bluthochdruck führt", sagte Studienautorin Empar Lurbe von der Universität Valencia. Für ihre Studie untersuchte Lurbe 630 Mädchen und Jungen zwischen vier und 18 Jahren. "Bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht war der systolische Blutdruck im Erwachsenenalter durchschnittlich zwei bis drei Punkte höher", sagte Lurbe. Dieser Unterschied werde immer größer, je älter die Person werde. Außerdem war der Blutdruck von bei der Geburt untergewichtigen Kindern größeren Schwankungen unterworfen. "Um ein zu niedriges Geburtsgewicht des Kindes zu vermeiden, sollten Mütter auf Alkohol und Nikotin verzichten und auf eine ausgewogene Ernährung achten", empfahl die Forscherin.(netdoktor.de, 27.10.2000)pg

Hormone helfen bei Kleinwüchsigkeit :
Kleinwüchsigkeit ist nach Meinung eines Experten kein unabwendbares Schicksal. Von Geburt an kleinwüchsige Kinder könnten mit gezielten Hormongaben in den ersten Lebensjahren den Wachstumsvorsprung ihrer Altersgenossen aufholen und bis zum Erwachsenenalter eine durchschnittliche Körpergröße entwickeln, berichtete der Kinderarzt und Spezialist für Kinderendokrinologie Hartmut Wollmann. Nach seinen Angaben kommen in Deutschland jedes Jahr 1 000 bis 2 000 Babys "zu klein" zur Welt, die später zur Gruppe der kleinwüchsigen Erwachsenen zählen werden. Der Tübinger Experte stellte am vergangenen Freitag bei einem Symposium der Universitätskinderklinik in Würzburg Zwischenergebnisse einer Studie vor, in der seit Jahren das Wachstum zu klein geborener Kinder unter dem Einfluss von Hormongaben beobachtet wird. Mütterliches Rauchen ist nach Wollmanns Worten in den hoch entwickelten Ländern die Hauptursache für die mangelnde Größe bei der Geburt. Nikotin und andere Substanzen des Tabaks wirkten sich negativ auf die Entwicklung der Placenta aus, über die das Ungeborene im Mutterleib ernährt wird. Etwa ein Fünftel neige schon im Kindesalter zu Übergewicht. Vor allem mit fortschreitendem Alter seien Kleinwüchsige stärker von Stoffwechselkrankheiten bedroht als Normalwüchsige und litten häufig an Herz- und Kreislauferkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. (dpa, 23.10.2000)

Magenbakterium kann Ursache für plötzlichen Kindstod sein:
Ein weit verbreitetes Magenbakterium kann einer neuen Studie zufolge das Risiko für plötzlichen Kindstod erhöhen. Das Bakterium könne durch den Speichel der Eltern übertragen werden, vermuten Forscher um Jonathan Kerr von der Klinik «Royal Infirmary» in Manchester. Diese Theorie müsse aber noch überprüft werden, betonten sie in einem Bericht der «Times» vom Dienstag. Spuren der Bakterie Helicobacter pylori haben die Forscher in 28 von 32 untersuchten Babys nachgewiesen, die den plötzlichen Kindstod gestorben waren. Das sind 88 Prozent. Die durchschnittliche Infektionsrate bei Babys in westlichen Ländern liege bei nur zwei Prozent. Falls die Speichel-Hypothese stimmt, gehören zu den Risikofaktoren nach Angaben der Forscher Küssen und das Ablecken von Schnullern oder Saugverschlüssen, nachdem diese zum Beispiel auf den Boden gefallen seien. Eltern sollten auch besser kein Spielzeug der Kinder in den Mund nehmen, warnte das Team. Um Kinder vor einer Infizierung zu schützen, empfahl Kerr den Eltern gründliches Händewaschen und Stillen anstatt Milch aus der Flasche. Muttermilch könne vor Infektionen schützen. Helicobacter pylori kommt bei mehr als der Hälfte aller Erwachsenen, aber selten bei Babys vor. Der Erreger wurde bisher vor allem mit Magengeschwüren, Magenkrebs und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Joyce Epstein, Direktorin der britischen Stiftung zum Studium des Kindstods, sagte: «Das sind interessante Ergebnisse, die dabei helfen könnten, zu erklären, warum zu starkes Zudecken, Schlafen auf dem Bauch und geringfügige Infektionen zu Problemen führen können. In dieser Phase ist es allerdings erst eine Hypothese.» Nach Auskunft von Kerr ist es noch unklar, welchen Prozess die Bakterie bei Babys auslöse. Die wahrscheinlichste Erklärung sei jedoch, dass das Kind dadurch brechen müsse, das Erbrochene einatme und sich dadurch vergifte. Diese Theorie lasse sich nahtlos mit anderen Erkenntnissen verknüpfen: Danach ist eine Bauchlage des Kindes beim Schlafen einer der größten Risikofaktoren. Kerr erklärt dies damit, dass ein auf dem Bauch liegendes Kind eher Erbrochenes einatmet als ein Kind, das auf dem Rücken schläft. Die Studie ist im Fachjournal «Archives of Disease in Childhood» (Bd. 83, S. 429) veröffentlicht. (dpa, 24.10.2000)ee

Kinder in Deutschland bekommen morgens kein Frühstück:
Rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche kommen morgens oft ohne Frühstück in den Kindergarten und die Schule. Wegen Fehl- und Mangelernährung sind sie häufig krank, können nicht an Ausflügen und Klassenfahrten teilnehmen und haben deutlich eingeschränkte Zukunftschancen. Das ist das Ergebnis einer Studie über Armut und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen, die vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Berlin vorgestellt wurde. Rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen wachsen demnach in Deutschland in Armut auf. Die unter 18-jährigen seien die größte von Armut betroffene Gruppe in Deutschland. Arme Kinder sind laut der Studie wesentlich häufiger verhaltensauffällig als nicht-arme Kinder. So sind rund 38 Prozent der armen Kinder in ihrem Spiel- und Sprachverhalten gestört. Sie suchen seltener den Kontakt zu anderen Kindern, nehmen am Gruppengeschehen in Kindertagesstätten eher passiv teil, äußern seltener ihre Wünsche und sind weniger wissbegierig als nicht-arme Kinder. Wegen Fehl- und Mangelernährung sind sie auch häufiger in ihrer körperlichen Entwicklung zurückgeblieben. (dpa, 25.10.2

Auch Vitaminbonbons verursachen Karies:
Bei Süßigkeiten sollten sich Kinder immer zurück halten. Das gilt auch für so genanntes Functional Food – ob Bio-Schokolade, Apfelsaftbärchen, Süßigkeiten «mit zehn lebenswichtigen Vitaminen» oder Bonbons mit Grüntee-Extrakt. Naschen werde durch solche Zusätze nicht gesünder, warnt die Barmer Ersatzkasse in Wuppertal. Durch den hohen Zuckergehalt bestehe die Gefahr von Karies, wenn es an sorgfältiger Zahnpflege mangelt. Außerdem verleiteten solche angeblich gesunden Zusatzstoffe Eltern dazu, ihren Kindern mehr von den Süßigkeiten zu geben als gesund sei. Ratsam sei daher in jedem Fall, nur kleine Mengen zuzulassen. (dpa, 25.10.2000)im

Fahrradhelme schützen gegen Kopfverletzungen:
Fahrradhelme sehen nicht immer schön aus und zerstören die Frisur, schützen aber den Kopf vor schweren Verletzungen. Wie Forscher des Imperial College London herausgefunden haben, sank die Zahl der Kopfverletzungen mit steigendem Gebrauch von Fahrradhelmen. Das berichtet das "British Medical Journal". Adrian Cook untersuchte die Zahl der Fahrradunfälle zwischen April 1991 und März 1995, die in britischen Krankenhäusern behandelt wurden. Während die Unfallzahl insgesamt nur wenig abnahm, sank die Zahl der Kopfverletzungen innerhalb der vier Jahre von 40 auf 28 Prozent. Der Rückgang war in allen Altersgruppen zu beobachten. Cook führt dies auf die vermehrte Verwendung von Fahrradhelmen zurück. "Helme sind für Kinder und, anders als allgemein angenommen, auch für Erwachsene von Nutzen", sagte er. Kampagnen, die den freiwilligen Gebrauch von Fahrradhelmen propagierten, hätten Erfolg gehabt und sollten fortgesetzt werden. (netdoktor.de, 27.10.2000)pg


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